Ein Hefezopf aus selbst gemischtem ‚Zopfmehl‘

Foto 27.03.16 11 16 18Was Zopfmehl ist, fragt Ihr? Zopfmehl ist sozusagen die ‚Geheimzutat‘ für einen richtig, richtig guten Hefezopf! Zusammen mit dem ‚besonderen Falten‘ sind das eigentlich DIE beiden Geheimtipps, die Ihr braucht, um in den Hefezopfhimmel zu kommen. Diesen Teig könnt Ihr am Vorabend vorbereiten, sodass Ihr ihn am Morgen nur noch Flechten und backen braucht! Kein Aufstehen um 4.30 Uhr, wie Euer Nachbar der Bäcker *hi, hi*

Wenn Ihr meinen Blog regelmäßig verfolgt, scheue ich mich grundsätzlich nicht, mich an Rezepte zu machen, die (vermeintlich) schon x-Mal im Internet zu finden sind. Ich bin aber immer auf der Suche nach dem ‚bestimmten ETWAS‘, dem, was eben ein Rezept zu DEM Rezept macht.

Besonders gelungen ist mir das beispielsweise beim Gulasch ‚mit dem speziellen Bratvorgang. Noch nie hatte ich ein solch bahnbrechendes Feedback, wie bei dem Rezept.

Und genau das wollte ich auch bei dem Hefezopf suchen – Das gewisse Etwas, das es ausmacht, DEN Zopf zu backen. Also musste ich mir wieder mit meine klassische vorangestellte Frage stellen:

Was macht einen richtig guten Hefezopf aus??

  • Der Hefeteig muss fluffig sein – Auf gar keinen Fall knusprig
  • Wenn man die Scheiben auseinanderbricht, müssen Fasern/Steilküsten zu erkennen sein
  • Der Bisswiderstand muss stimmen, darf nicht ‚kuchig‘ sein
  • voller Geschmack
  • Oben leicht gelblich, glänzend

Nun, da geh ich mal die einzelnen Specials durch … Das komplette Rezept folgt dann ganz unten (wie immer!)

Zopfmehl

Foto 27.03.16 11 59 12Da ich ja nun eine Zeit lang sehr häufig in der Schweiz – dem Mekka der Hefezöpfe – unterwegs war, habe ich gesehen, dass dort extra ‚Zopfmehl‘ werwendet wird. Das ist ein 550’er Weißmehl, welchem meist etwa 10% 630’er Dinkelmehl untergemischt ist. Solche Mehlmischungen gibt es hier nicht zu kaufen und so habe ich selbt angefangen zu mischen, mich allerdings für 20% entschieden und das Ergebnis ist super!

Hefeansatz

Wenn Ihr die Margarine im Topf schmelzt und dann Pflanzenmilch und Zucker hinzugebt, habt Ihr die perfekte Temperatur für einen Hefeansatz!

Fettgehalt

Spart auf keinen Fall an der Margarine. 100g sind Pflicht für einen vollen Geschmack!

‚Rund Wirken‘ … Das perfekte Kneten bei Hefeteig

Das bedeutet, dass Ihr mit Eurem Handballen den Teigkloß quasi immer im Kreis knetet und wieder einfaltet. So wird viel Luft in den Teig gegeben und das Gluten aktiviert. Hier habe ich ein Video, wo es toll und ohne viel drumherum gezeigt wird:

 

Teigstänge falten

Um die Faserigkeit des Zopfes zu erhalten, müsst Ihr, bevor Ihr die drei Teigstränge flechtet, mit jedem einzelnen Strang wie folgt verfahren:

Teigstrang zurechtkneten, der Länge nach wieder einfalten, kneten – 2. Teigstrang zurechtkneten, der Länge nach wieder einfalten, kneten – 3. Teigstrang zurechtkneten, der Länge nach wieder einfalten, kneten – 4. Teigstrang zurechtkneten, der Länge nach wieder einfalten, kneten

Ob ein Hefeteig Fasern hat, kann man nach dem Backen gut daran sehen, dass, wenn man eine Scheibe zerbricht, man steilküstenartige Ränder an den Bruchstellen hat und keine fransig- brösligen! *So erklärt ein Küstenkind*

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Seht Ihr die beiden Steilküsten??

Flüssigkeitsmenge

Ein großer Fehler, der beim Hefeteig immer wieder gemacht wird, ist dass er immer und immer wieder mit Mehl bestäubt wird. Lasst es sein!!! Nehmt den ‚gegangen‘ Teig aus der Schüssel und formt ihn erstmal in der Hand. Ihr werdet sehen, Ihr braucht kein weiteres Mehl! Falls doch, mehlt Eure Hände ein, nicht die Knetfläche! Zuviel hinzugefügtes Mehl zerstört Euren tollen Teig!

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Glänzenden Kruste (flasches Wort, finde aber kein Besseres)

Schwierig! Bestreicht den ungebackenen Zopf mit einer Mischung aus Pflanzenmilch, Sojamehl und Kurkuma … Er glänzt dann nicht soo dolle, wie mit Eigelb bestrichen, ich war mit dem Ergebnis aber zufrieden!

Foto 27.03.16 11 16 10Hört sich jetzt alles so waaaahnsinnig umständlich an! Ist es auch – 😀 – Ist halt aber auch ein Hefeteig, den Ihr Euch vorgenommen habt! Und DAFÜR ist es nicht viel aufwändiger als sonst, denke ich – Vor allem, wenn man das Ergebnis betrachtet. Aus diesem Teig könnt Ihr natürlich auch tolle Sonntagsbrötchen oder Rosinenbrötchen machen. Dann die Backzeit auf etwa 20 Minuten verkürzen.

Ich hatte hier schon mal einen gefüllten Hefezopf gepostet, würde nun aber tatsächlich empfehlen, den Teig aus DIESEM Rezept zu machen und lediglich die Füllung aus dem anderen Rezept! Dort sieht man auf den Fotos ganz deutlich den Unterschied der Qualität des Hefeteiges. Er ist lang nicht so geschmeidig. Eher porös und rissig. Na, lecker war er trotzdem … Nur eben lang nicht so ausgefeilt 😉 – Aaaaaber … Falls Ihr nicht mehr wisst, wie man flechtet, findet Ihr dort auch ein schönes Video.

Klick auf Hefezopf, da ist das komplette Rezept als PDF Datei zum Ausdrucken und Abspeichern hinterlegt.

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So,  hier stürmt es mittlerweile auch nicht mehr nur sondern der langersehnte Regen hat endlich eingesetzt! Grund genug also, mich mit meinem Rest Möhrchenkuchen, einem Kaffee und etwas Lesbarem auf die Couch zu verdrücken …. Einen schönen Ostermontag wünsch ich Euch allen noch! Tschüssi ❤

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16 Gedanken zu “Ein Hefezopf aus selbst gemischtem ‚Zopfmehl‘

    • koeniginvegan schreibt:

      Hmmm … Was heißt ‚zu stark‘? … In welchem ‚Schritt‘ ist das passiert? … Sag mir das doch mal, vielleicht hab ich dann ne Idee!? Ich hab den Zopf nun mehrmals so gemacht und es ging immer gut 😁 … Seufz …

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      • koeniginvegan schreibt:

        Komisch … Eigentlich ist es nur knapp lauwarm, wenn man die heiße Alsan mit der ganzen zimmertemperierten Pflanzenmilch zusammen gibt! (Du siehst mich ratlos) .. Ja, machs auf Deine Art! Wichtiger ist das Kneten und Falten! Viel Erfolg 👍

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