Kürbisschiffchen mit einer Polenta/Spinatladung und Nuss-Segel

Der Plan war ja heute, ein altes Lieblingsrezept von mir zu veganisieren. Dies konnte aber, mangels Zutatenerhältlichkeit im Lieblingssupermarkt Erdkorn, nicht realisiert werden.

Foto 26.10.15 19 29 46War ich da froh, dass ich dort bekannt bin, wie ein bunter Hund, sonst hätten sie nach 20 Minuten rumschleichen im Laden wohl noch die nicht vorhandene Security gerufen … Aber ich hatte so GAR keine Idee, was ich kochen sollte … Habe ich doch Besuch erwartet, welchem ich ein Dinner versprochen hatte …. :/

Dann kam mir die Idee auf KÜRBIS! Jaa … Es ist doch Kürbiszeit!! Super … Aber mit WAS? Kürbisschnitze fand ich ganz cool und Polenta … Dazu noch irgendwie Spinat, damit es nicht so gelborange auf dem Teller aussieht.

Gedacht : Gekauft … Und ab nach Hause …

Foto 26.10.15 17 48 17Da verließ mich dann doch irgendwie die Motivation … Kürbisschnitze??? Gääähn … Schwirren doch bereits gefühlte 20.000 Rezepte im Internet herum … Und DIE bahnbrechende Idee hatte ich nun auch nicht … Nochmal :/

Also fing ich erstmal an, den Kürbis zu zerlegen. Ja, und ich muss schon sagen, damit das was ansehnliches wird, braucht man schon ein richtig, richtig gutes Messer! So hab ich den kleinen Hokkaido kurzerhand geviertelt und die Kerne drinnen mit einem Löffel herausgeschabt. Vor mir lagen also 4 kleine Schiffchen.

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Da sprudeltes es nur so in mir! GENAU!! Diese Schiffchen wollte ich mit Polenta und Spinat füllen und obenauf ein Topping setzen. Fehlte es also nur noch an einer Idee für die Geschmacksexplosion.

Foto 26.10.15 16 32 29Die Kürbisschiffchen habe ich mit einem scharfen Dressing aus Öl/Agavendicksaft und Chillischoten bepinselt. Die Polenta habe ich recht neutral gelassen, den Spinat kräftig mit Knoblauch versehen und das Nusstopping SEHR würzig/umami mit Salz, Hefeflocken und Essig gezaubert.

Bingo!!

Foto 26.10.15 19 28 47Gut, das ist kein Essen für ‚mal eben so‘ – echt nicht! Ein knappes Stündchen ist man schon dabei. Das Ergebnis ist dann aber schon ‚Festtagsküche‘ … Und ist ja nun bald auch man wieder fällig! Wer sich also nicht Weihnachten experimentell in die Küche stellen möchte, hat vorher noch eine reelle Chance 😉

Foto 26.10.15 17 48 39Das Ergebnis? Die Kombination aus süß/scharf/saurem Kürbis, der recht neutralen – aber Masse gebenden – Füllung aus Polenta und Spinat und dem SEHR umami Topping WAR tatsächlich sowas, wie eine Geschmacksexplosion … Wirklich gut!!

Besonders, wenn man das gesamte Schiffchen noch etwas mit dem aufgefangenen Sud aus der Auflaufform betreufelt – Nochmal Bingo und obendrein hübsch und extravagant auf dem Teller

Foto 26.10.15 19 29 24Satt und zufrieden haben wir uns nach diesem Schmaus noch einer kleinen Gegenüberstellung der neuen Rohschokolade von LoveChock hingegeben und – statt Kaffee – etwas von meinen Espressoriegeln genascht.

Rundherum ein gelungener, herzlicher und plaudriger Abend! Zum Nachmachen SEHR empfohlen!!

Hier könnt Ihr Euch das Rezept für die  Kürbisschiffchen mit Polenta_Spinatladung und NussSegel  als PDF Datei runterladen und ausdrucken

Ein Sommerrisotto mit Zitrone und Blattspinat

Foto 12.07.15 19 06 38Ich weiß doch, ich weiß! Es gibt bereits ZWEI Risottorezepte auf meinem Blog … Dies wäre dann das DRITTE!!! Aber was sein muss, muss sein! Das Pilzrisotto ist ja man auch eher herbstlich und das Risotto mit getrockneten Tomaten und Pinienkernen schlichtweg ein Klassiker. Das Risottorezept, welches ich Euch heute präsentiere dient schlichtweg der Geschmacksknospenexplosion in Euren Mündern. Ein echter Knaller und mit nichts anderem zu vergleichen!

Schon häufiger hatte ich von Zitronenrisotto gelesen, war es mir allerdings zu suspekt. Außerdem fehlte mir da irgendwie etwas in dem Risotto. Ich mag Risotto nämlich am liebsten pur, ohne Beilagen. Und wenn das dann nix ordentliches ist — dann lass ich da die Finger von.

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Gutes Licht: Soo köstlich gelb wirds vom Safran

Nachdem ich den Zitronenrisottogedanken dann aber doch etwas in meinem Kopf hin und hergeschoben hatte, wurde es langsam konkret! Die Zitrone sollte deutlich hervortreten. Optisch brauchte ich Farbe!! Safrangelb und Spinatgrün boten sich da an. Um der Zitrone genügend Raum zu verschaffen, habe ich bewusst auf Knoblauch und Zwiebeln (eigentlich ein MUST HAVE in jedem Risotto) verzichtet. Wichtig ist auch eine dezente Brühe. Ich habe die von Erntesegen … Aber das macht Ihr schon 😉

Wie bei jedem Risotto ist die schlussendliche Konsistenz extrem wichtig! Das Risotto darf auf keinen Fall auf dem Teller zerlaufen! Die Reiskörner selbst müssen noch einen zarten Biss haben und sich noch von der Sauce abgrenzen. Gutes Risotto: Eine Kunst!! (Daher gibt es das auch so selten beim Italiener, da man dafür wohl eigens einen Koch abstellen müsste 😉

Genießt unbedingt den Moment, an dem Ihr die Zitronenzesten unter den Reis rührt. Der aufsteigende Duft lässt erahnen, was Ihr gleich köstliches auf dem Teller vorfinden werdet! Die Süße des Agavendicksaftes runden das Gericht geschmacklich hervorragend ab!

Foto 12.07.15 19 06 47Idealerweise isst man dieses Risotto mit einem kräftigen Wildsalat und eventuell noch Chiccoree, vielleicht sogar mit dem Orangendressing !? Dazu braucht man dann nichts weiter und so sind 150g Risottoreis auch nötig, damit ein hungriger Bauch gut satt wird!

Genug geschwärmt! Klickt auf das farbige Risotto mit Zitrone und Blattspinat und Ihr gelangt zum PDF Rezept zum ausdrucken oder ablegen.

Habt eine gute Woche und bis sehr bald … Tschüssi!!

Risotto mit Spinat, getrockneten Tomaten und Pinienkernen …

Bevor ich in mein wohlverdientes Wochenende gehe, bekommt Ihr noch ein tolles Rezept zum Wochenende – Ein sommerliches Risotto!

Zugegebenermaßen ist Risotto ja immer mit etwas Rührarbeit verbunden aber das kennt Ihr ja schon von meinem herbstlichen Pilzrisotto … Da es zur Zeit aber wirklich günstigen FRISCHEN Spinat gibt, wäre dies doch mal eine Gelegenheit, ihn auch zu nutzen! Weiterhin sind leider aber – auch zugegebenermaßen – Pinienkerne höllenteuer! Wer hier also etwas sparen möchte, kann einfach Cashewbruch anrösten und drüberstreuseln.

Foto 12.06.15 14 44 48Die Mischung aus dem sahnigen Risotto und den säuerlichen getrockneten Tomaten (eingelegt!!!!) finde ich perfekt! Den Spinat schmeckt man nicht soo sehr heraus, lässt farblich aber italienische Stimmung entstehen;: Dazu ein Gläschen Weißwein! –> Noch perfekter!! Ich hatte eben leider keinen Wein dazu, weil ich mir noch meinen Cheat-Day heute Abend erarbeiten muss und gleich noch Laufen gehe … Dieser Cheat-Day besteht heute aus einem feuchtfröhlichen Miteinander in meinem Gärtchen mit Monkey (Gin aus dem Schwarzwald) und Tonic Monaco – Also: Nix Vino schon zum Mittag 😦

Ich habe zu dem Risotto – in Ermangelung eines grünen Salates – einen schnellen Tomaten-Avocadosalat mit Frühlingszwiebeln gemacht. Passte aber auch ganz hervorragend! Ach, und zu dem ‚Schuss‘ Hafersahne im Risottorezept kann ich nur sagen … es darf auch – je nach Geschmack – etwas mehr Sahne sein … Dann wird es NOCH cremiger!

Dieses Risotto kann übrigens auch als Reissalat kalt gegessen werden. Hier muss dann aber auf jeden Fall mehr Sahne hinein, damit das Risotto nach einer Zeit nicht allzu fest wird. Toll als hübsche Beilage beim Grillbuffet!

Zweiflern, die immernoch meinen, zu einem ECHTEN Risotto gehört ECHTE Sahne und Parmesankäse, möchte ich sehr gern einladen, dieses vegane Rezept einmal zu versuchen! Ein Gericht auf wirklich hohem Niveau … Versprochen!!!

So, hier ziehen schon die ersten schattenbringenden Wolken auf … Da also schnell zum Rezept des Risotto mit getr. Tomaten u Pinienkernen

Oooohhh … ich sehe gerade: Im Rezept fehlt der Spinat (Oh Schreck!!!). Nachtrag mal hier auf dieser Welle:

250g frischen Spinat blanchieren, ausdrücken und grob hacken. Zusammen mit der Sahne und den Hefeflocken unter das Risotto ziehen!

Bei Erdkorn habe ich heute jemanden zu diesem Gericht animiert! Ich hoffe, die Familie war damit zufrieden!? 😉

Röööööschti mit Blattspinat

Guten Abend!

In der Schweiz habe ich schon das ein oder andere Mal Rösti gegessen. Für mich waren Rösti immer eher so kleine Taler aus geriebenen Kartoffeln, dort wird es aber als „ein Stück“ (idealerweise) pfannengroß serviert. DAS wollte ich jetzt auch mal versuchen. Allerdings ahnte ich Übles, wenn ich an das Wenden dieses dicken Pfannendings dachte. Auch war mir nicht klar, wie dieses dicke Pfannendings zusammenkleben, sprich, nicht auseinanderfallen, sollte … Also kurz nachgedacht! Ich entschied mich, 2 EL Mehl zu den geriebenen rohen Kartoffeln zu geben. Ebenfalls unklar war, ob das dicke Pfannendings in der Mitte auch gar wird. Für mich gibts nichts schlimmeres als halbrohe Kartoffeln: bääähhh!

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Man kann den dicken Riesenrösti gut in Kuchenstücke schneiden und auf den Tellern servieren

Traditionell wird es en Suisse mit einem Spiegelei gegessen. Hier natürlich indiskutabel … Mein ‚Rührnichtei‘ schien auch keine gute Alternative, da es mir insgesamt zu dröge erschien … Also … Was passt zu Kartoffeln??? Genau!!! Blattspinat in Sahnesauce … Dann wirds saftig und mit etwas grünem Salat obendrein perfekt!!

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Bevor ich sie mit dem Wender heruntergedrückt hatte, ging die Kartoffelmasse fast bis zum Pfannenrand

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Geschafft!! Und so dunkel, wie auf dem Foto ist der Kuchen gar nicht geworden! Ehrlich 🙂

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Der Durchmesser dieses Fladens war bestimmt 20cm!

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… und nochmals ein Foto von oben, weil ich das Ding sooo cool finde …

Gesagt, getan! So habe ich also etwa 1,5kg  Kartoffeln geschält und grob gerieben. Diese Stripsel habe ich auf einem großen Brett ausgebreitet und mit Mehl bestäubt und gewürzt. In einer großen Pfanne viel Öl (richtig!!!) heiß werden lassen und die gesamte Kartoffelmenge dort hineingegeben und 5 Minuten – mit einem Spritzschutz drüber – bei geringerer Hitze braten lassen (Mit einem Deckel fürchtete ich, es würde matschig, da der Wasserdampf nicht entweichen kann). Nach diesen 5 Minuten habe ich mit einem breiten Wender die Kartoffelmasse fest zusammengedrückt, praktisch auf den Pfannenboden angedrückt, damit es ein Fladen wird (irgendwann mal). Weitere 5-7 braten lassen. Dann (und nun der Trick) habe ich Schutzhandschuhe (Topflappen gehen sicher auch) genommen und den Pfannenschutz fest auf die Pfanne gedrückt und die Pfanne gewendet, sodass der Fladen auf dem Pfannenschutz lag (die braun gebratene Seite also oben). Von dort aus habe ich den Fladen in die Pfanne gleiten lassen, damit die andere Seite auch knusprig wird … Was soll ich sagen: ES HAT TATSÄCHLICH GEKLAPPT!!!!! Die Küche roch herrlich und der Fladen war nicht zu dunkel (das Bild täuscht). Nun noch auf der anderen Seite 5-7 Minuten braten lassen … Fertig! Herausbekommen habe ich den – nun von beiden Seiten braunen Kartoffelfladen – wieder mit dem Pfannenschutz!! Danach, ab damit auf einen Teller und mit Schnittlauch bestreut! Im Nachhinein fand ich das Schälen und Reiben der Kartoffeln am Aufwändigsten … Hier gehts zum Rezept der Röööösti

Na, die Zubereitung des Spinats, werde ich an dieser Stelle nicht so ausführlich erklären. Aber das Rezept für Blattspinat in Sahne  gibts natürlich trotzdem.

Jeder der Kartoffeln mag, wird diese Rösti lieben. Sie sind Außen knusprig und innen kartoffelig aber nicht matschig! Der Spinat passt mit seiner würzigen Sauce prima dazu und Salat sowieso!

Foto 09.02.15 15 03 55Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Rezept zu kreieren und hoffe, dass Ihr Euch mal darantraut … Ich sage Euch, Pfannkuchen in die Luft werfen ist NIX dagegen 🙂