veganer MozzaVrella … selbst-ge-macht!!

Ein Traum von einem zerlaufenem Käse?? Sei es auf Pizza oder in einer Teigtasche – Oder lieber das klassische Foto 14.04.15 14 36 16Mozzarella Carprese?? Die Tomatensaison steht ja bereits vor der Tür! Mit einem Basilikumblättchen, etwas gutem Olivenöl und Balsamico Essig hat man stets schnell etwas Köstliches auf dem Tisch.

Foto 14.04.15 14 44 37Aber geht das? VEGANER Mozzarella?? Ich habe die gekauften Varianten gestestet und allesamt für nicht genießbar befunden. Obendrein völlig überteuerte Produkte. Aber so ist es eben bei Convenient Food … Die Bequemlichkeit muss man teuer bezahlen.

Also habe ich mich auf die Suche nach einem Mozzarellarezept gemacht. Nachdem mir der Veta und der Käse zum Überbacken ganz gut gelungen sind, war ich da sehr hoffnungsfroh! Auch ein Name war schnell gefunden (ja, ja … bei den Veggis muss immer irgendwo ein ‚V‘ zu finden sein 😉 :

MozzaVrella

Ich hatte den MozzaVrella schon vor Augen … Folgende Ergebnisse waren mir wichtig … Er muss

  • … beim Backen dickflüssig zerlaufen
  • … relativ weiß sein
  • … etwas säuerlich schmecken
  • … schnittfest sein

Gesagt! Getan!

Foto 13.04.15 17 54 26Foto 13.04.15 18 00 16Ich habe mich durch unzählige Rezepte im Internet gewühlt und meine Vorstellungskraft half mir, im Vorwege von ‚gut‘ und ‚böse‘ zu unterscheiden. Herausgekommen ist folgendes Rezept für MozzaVrella

Die Zutatenliste ist, wie ich es mag: Kurz und verständlich! Zunächst erwärmt man die Margarine und gibt die restlichen Zutaten, wie Kartoffelstärke, Hefeflocken und Sojamilch hinzu und verrührt diese, bis eine zähe Masse entsteht. Dann ab auf den Herd damit und auf schwacher Hitze zum Sieden bringen. Dann mit Hilfe eines Pürierstabes (sonst gibts Klumpen … bäh!!) den Sojajoghurt und den Zitronensaft solange einrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das dann für 2 Minuten unter stetem Rühren mit einem Schneebesen köcheln lassen. Die Masse wird ziemlich zäh! So wie ein Foto 13.04.15 18 02 51superextremer dünner Hefeteig … Wie ein Spätzleteig etwa. Der Teig zieht Fäden und ist ‚heavy to handle‘. Vom Herd nehmen und noch etwas weiter Rühren. Wenn man ganz schnell rührt, sieht man nun immer wieder reißende Fäden am Topfrand. DANN ist der ‚MozzaVrellateig‘ gut.

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So fest wird das gute Stück

Jetzt nehmt Ihr ein kleines rundliches Schüsselchen und gebt einige Tropfen Öl hinein und reibt es mit den Fingern aus. Hier gebt Ihr nun den MozzaVrella mit einem Gummischaber hinein. Folie drauf und über Nacht in den Kühlschrank, damit er fest wird.

Am nächsten Tag der MozzaVrella vorsichtig gestürzt werden und man erhält eine Halbkugel. Mit einem nassen Messer kann man ihn auch schneiden. Das Backergebnis ist nahezu perfekt. Er ist dicksämig und fädenziehend. Schmecken tut Mozzarella ja eigentlich nach nicht so viel. So auch dieser 🙂

Die Optik beim MozzaVrella Carprese ist auch sehr gut. Leider ist die Konsistenz wie ein weicher Büffelmozzarella … Hätte es gern NOCH etwas fester gehabt. Geschmack beim Carprese … Ich würde ihm die Note 3+ geben. Die säuerliche Note fehlt. Das ‚+‘ gebe ich, da der Geschmack passend ist aber eben doch nicht WIE Mozzarella.

Alles Käääse: Feta vegan & selbstgemacht!

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass mich die eigene Herstellung von veganem Käse sehr interessiert, da ich die gekauften Varianten 1. viel zu teuer finde, 2. die Inhaltsstoffe zweifelhaft finde und 3. schmecken sie mir einfach nicht!

Foto 19.03.15 18 09 09Also … SELBST ist die Frau!! Gestandenermaßen habe ich dann aber doch etwas Respekt davor, da in dem Buch „Vegane Käsespezialitäten“ von Britta Diana Petri viel mit Probiotischen Bakterien gearbeitet wird. Also … so dachte ich mir … fange ich mal mit einer harmloseren Variante an … Dem Feta aus Tofu = Veta

Ich hatte da mal von einem einfachen Rezept gelesen, fand es aber in den Unmengen an Zetteln, Büchern und gelikten Websites nicht wieder. Da war Hirnforschung angesagt und ich habe mir das Rezept selbst zusammengebastelt.

Das tolle ist 1. es ist so einfach, dass man es kaum glauben mag und 2. sooo unglaublich authentisch und lecker, dass man es noch viel weniger glaubt … Los gehts!

Auch die Zutaten sind überschaubar! Aus einem Klotz Tofu, Wasser, Salz, Olivenöl/Sonnenblumenöl und Kräutern habt Ihr in ein paar Tagen die köstlichen Fetaquadrate gezaubert. Das einzige, was eben lange dauert ist die Einweichzeit. Lange dafür Foto 21.03.15 11 28 59in der Küche stehen müsst Ihr wirklich nicht!Foto 19.03.15 18 22 28

Ihr schneidet also einen dicken Klops festen Naturtofu quer in 3 Scheiben. (Ich habe es mit nur einer Scheibe gemacht, da ich es ja erst testen wollte!). Nun nehmt Ihr eine verschließbare Dose, wo die drei Tofuscheiben übereinander hineinpassen. Diese Dose füllt ihr zu 2/3 mit Wasser und dem Salz (No panic, die Lake muss schon SEHR salzig schmecken!). Da hinein legt Ihr nacheinander die drei Tofuscheiben. Deckel drauf und ab in den Kühlschrank damit für 3 Tage. Jeden Tag 1x vorsichtig schütteln. Das Foto 21.03.15 11 31 24Wasser wird nun abgegossen, der Tofu etwas trockengetupft, in kleine Würfel geschnitten und mit den Kräutern bestreut. Das wird mit den Ölen übergossen und nochmal 2 Tage verschlossen im Kühlschrank gelagert (Auch hier 1x pro Tag schütteln) Das war es schon! Fragen tu ich mich allerdings, was ich mit dem ganzen tollen Öl mache … Na, ich denke, das kommt mal in eine Tomatensauce oder so … Oder ich lege darin noch einmal eine neue Charge Veta ein 😉

Also ICH finde, die kommen dem „Original“ sehr nah und schmecken voll gut! Mit dem Salz kann man spielen und den Kräutern natürlich auch! Selbst „meinen“ Großen konnte ich davon überzeugen (er mag allerdings keinen Schafkäse … *kicher*).

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Sieht nicht nur gut aus … Schmeckt auch so!

Ich freue mich, wenn Ihr es mal ausprobiert!… Gerade, wenn nun irgendwann mal essbare Tomaten und Gurken kommen, kann ich mir das gut in einem griechischen Salat vorstellen (hier die Vetastückchen vielelicht drüberbröseln!?). Auch als Anitpasti finde ich sie geeignet, da man sie nicht irgendwo einrühren muss, damit sie schmecken. Ich mag sie auch PUR!

Hier gehts zum Rezept vom leckeren Veta

So, das war mein erster Käseversuch … Gleich geglückt ❤ … Freu, freu!!! Weiter gehts dann bald mit einer ebenso einfachen Variante … Dem Pizzakäse! Danach wage ich mich dann mal an die Probiotika ran … Die kommen aber morgen erstmal als „Thema“ in meinem „echten“ Ernährungskurs hier in Kaltenkirchen dran … Da geht’s dann nämlich um die Darmflora und -fauna ( 😉 ), Pro- und Präbiotika und solchen Sachen … Es wird also nienicht langweilig und als Skript gibts das dann morgen Abend auch …

Tschüüühüüüüsss 🙂

vegane lasagne … eine echte herausforderung für’s kommende wochenende!

Ja, hier ist endlich wieder ein weiteres Rezept! Freue mich sehr, dass meine Rezepte solch einen Anklang finden … Hier kommt allerdings die Königsklasse der veganen Gerichte: Die Lasagne

Bei der Lasagne müssen die tierischen Produkte des Käses als auch der Hack- und Bechamelsauce ersetzt werden. Da ich keinen Analogkäse mag, machen wir auch das Käsetopping selbst! Hurra!!

Wichtig sind Lasagneplatten, die man nicht vorkochen muss!

Lasagne4Gut ist auch, wenn man sich die einzelnen Zutaten/Saucen vorbereitet und dann, wenn man sie braucht, nur noch drauf zugreifen muss. Je nachdem, wie patent man am Herd ist, kann man auch zwei Dinge gleichzeitig vorbereiten. (Nein, ich bekomme kein Geld von Razunpel)

Die Sojaschnetzel brauchen allerdings besondere Zuwendung, da sie schnell schwarz werden! Wenn das Öl nicht heiß genug ist, werdeLasagne2n sie matschig und bekommen keinen Biss … Also ‚Obacht‘! Macht die Schnetzel zuerst, damit sie noch etwas durchziehen können.

Wer keine kleinen Schnetzel bekommt, nimmt die Großen und haut mit dem Hammer drauf … So habe ich es in diesem Falle auch gemacht … Geht gut und entspannt 🙂

Lasagne3Die großen Schnetzel sind halt eher für Goulasch gedacht … (Ist auch ein schönes Herbst/Winterrezept fällt mir dabei ein).

Das Gemüse würde ich komplett vorbereiten, bevor es an die heiße Pfanne geht. Das wird dann schon  eine ganz schön große Portion. Aber soll ja auch jeder satt werden! Wenn das Gemüse fertig ist, kommen halt die Lasagne1Schnetzel und die passierten Tomaten dazu. Fertig ist die erste Sauce!!

Zu der Bechamel ist gar nicht viel zu sagen. Nur, dass Ihr bei einer dicken Schicht, die doppelte Portion machen müsst (Ich hatte nur die aus dem Rezept)

Das Käsetopping sieht (wenn es fertig ist, etwas unappetitlich aus. Lasagne12Wichtig ist hier, dass es sehr salzig/würzig (umami) ist!! Stellt Euch einen Käse vor … Der ist auch SEHR salzig!

Nun habt Ihr schon mal alle Grundzutaten und dürft anfangen, die Lasagne zu basteln

Lasagne6Das hat schon immer was meditatives und basteln ist auch irgendwie das richtige Wort dafür finLasagne7de ich. Besonders bei „nicht eckigen“ Auflaufformen gleicht keine Pastaschicht der anderen. Kids haben viel Freude dran und knabbern die Reste auch gern so! (Gretel, unsere Jack Russel Dame) auch 😉 Lasagne5Wenn nun die komplette rote Sauce verbraucht ist, kommt noch eine Plattenschicht drauf, dann folgt die Bechamel! Direkt auf die Bechamel Lasagne8wird das Käsetopping vorsichtig gestrichen!

Lasagne9Keine Angst vor der Optik … Wird schon noch hübscher das Ganze

🙂 🙂 🙂

Nun gehts ab in den Ofen … Wenn Ihr alles richtig gemacht habt, zieht Ihr nach etwa einer halben Stunde eine köstliche Lasagne aus dem Ofen!

Lasagne10Sollten Reste bleiben, keine Sorge … Eigentlich schmeckt die Lasagne (im Ofen aufgewärmt … oder … ich mag sie auch kalt) noch viiiiel besser!!

Als letzten Tipp möchte ich Euch noch sagen: Nehmt Euch beim erstem Mal wirklich Zeit für die Lasagne … Es sind viele Schritte, die einem vielleicht noch nicht soo gut von der Hand gehen!

Ach … Hier gibts noch das Rezept für die Lasagne

BUON APPETITO