TEIL 6: Eiweiß – Pimp your vegan Dinner … z. B. mit ‚Rührnichtei‘

Guten Abend! Hach, DAS war ein Wochenende … Nixtun im Quadrat!!! Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass mir das nicht so ganz leicht fällt aber ich habe das nun mal so RICHTIG durchgezogen! An meinem Cheat Friday habe ich Euch ja etwas teilhaben lassen. Am Samstag habe ich mich dann in aller Ruhe daran gemacht, meinen missglückten Hefeteigversuch (an dieser Stelle: Lieben Gruß an Miss Brittlebrick) gerade zu biegen … Und??? Siehe da, meine Vermutungen, dass Hefeteig viel Liebe und Aufmerksamkeit braucht, hat sich mal wieder bestätigt! Ich habe „baked Donuts“ gemacht. Eine fettärmere Variante des Gebäcks … Auf das Rezept müsst Ihr allerdings noch etwas warten … Sorry!

Heute werde ich mich nämlich – ich hoffe, ich langweile Euch nicht – noch einmal an den vorerst letzten Part zum Thema Eiweiß machen …  Es ist eigentlich der spannendste Teil zum Thema Eiweiß, da ja in aller Mund ist, abends auf Kohlenhydrate zu verzichten und nur Eiweiß zu essen.

Da man aber nicht einfach etwas tun sollte, weil es gerade „in aller Munde ist“ oder irgendwelche Gurus dies vorbeten, möchte ich hier ganz kurz etwas Licht ins Dunkel bringen:

Es gibt 3 verschiedene Nährstoffarten mit unterschiedlichen Funktionen:

  1. Kohlenhydrate als Energielieferanten
  2. Fette als Energiespeicher (und Baufett … aber das lassen wir hier mal)
  3. Eiweiße als Baustoffe

Wenn wir uns nun mal lediglich um Kohlenhydrate und Eiweiße kümmern, kann man an der oben genannten Aufteilung schon ahnen, wann etwas gegessen werden sollte. Wann brauchen wir Energie??? Genau!! TagsüberWann regeneriert sich unser Körper?? Genau!!! Nachts

Wie werden Kohlenhydrate und Eiweiße verstoffwechselt und was bedeutet das?

  • Kohlenhydrate werden durch Insulin verstoffwechselt, welches den Blutzuckerspiegel senkt aber die Fettverbrennung hemmt Insulin hemmt die Lipolyse (Fettverbrennung)
  • Eiweiße werden durch Glukagon verstoffwechselt, welches den Blutzuckerspiegel steigen lässt und die daraus gewonnenen Zucker speicherbar macht

Demzufolge hemmen Kohlenhydrate durch die daraus folgende Insulinausschüttung die nächtliche Fettverbrennung, die obendrein nachts am aktivsten ist und bis zu 75% ausmacht

Für Menschen, die also abnehmen wollen, lohnt es sich tatsächlich einmal, abends versuchsweise über 2 Wochen auf Kohlenhydrate zu verzichten. Leider fällt dies nicht so ganz leicht, wenn man es nicht gewohnt ist … Die schwierige Zeit ist jedoch nach etwa 3 Tagen verschwunden … Wenn man weiß, was man essen kann 😀

  1. Da wäre zunächst einmal ein grüner Salat (gäääähn :/ ), den man kombinieren kann ….
  2. Da wären die Tofuwürfel
  3. Da wäre veganes Rührnichtei   
  4. Ein indisches Dhal (Rezept folgt) … Das ist eine rote Linsensuppe
  5. Misosuppe mit Gemüse und Tofu (Rezept folgt)
  6. Green Smoothie mit Eiweißpulver (z. B. Hanfpulver)

Das „Rührnichtei“ ist sehr schnell fertig und schmeckt wirklich gut! Selbst mein Sohn (zumindest einer von beiden) hat heute Morgen Nachschlag verlangt!! Optisch ist es auch sehr ansprechend! Versucht es mal!!!

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Nein, das sieht wirklich noch nicht sehr ansprechend aus … „Mit der Gabel zerdrückter Tofu“

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Hmmm … Schon besser, angebraten mit etwas Kurkuma für die „Sonnenbräune“

Nein, es   ist nicht leicht, seine abendlichen Essgewohnheiten zu ändern! Besonders nicht, wenn man einen Alltag pflegt, der einem tagsüber wenig Raum für gutes Essen lässt. Aber, wie heißt es so schön ‚ohne Fleiß keinen Preis‘. Manchmal stehen einem wirklich wirklich nur die Gewohnheiten im Wege und später, wenn man sie geändert hat, fragt man sich, warum man es nicht schon früher gemacht hat, weil man keinen Verzicht spürt!!

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Aaaahhhh! SO soll es sein …. Yummi!

An dieser Stelle möchte ich Euch nochmals an den virtuellen „Ernährungsumstellungs- und Fastenkurs“ hier auf dieser Welle erinnern (mittlerweile sind wir schon zu Dritt! 🙂 ), der ab dem 16. Februar losgeht. Da geht es unter anderem GENAU darum!!!

Nun wünsche ich Euch aber einen schönen Rest vom Sonntag … Bis ganz bald!!!

Eure Stephanie

TEIL 5: Eiweiß – Pimp your vegan Lunch

Nu aber!! Jetzt gehts um den Mittagseiweißpimp … (Klingt jetzt irgendwie komisch) … Also, die Frage ist ja nun, wie wir Eiweiß in unser Mittag kriegen. Gucken wir uns doch mal Klassiker an: Nudeln mit Tomatensauce! Suchen wir da mal das Eiweiß … Such, such, such … Seufz … Nix! 😦

Aber keine Sorge! Das pimpen wir hin!!! Statt stinknormaler weißer Pasta nehmen wir Vollkornpasta und nun zaubern wir aus Sojaschnetzel (klein) eine Bolognese. Die Sojaschnetzel werden kurz in Olivenöl angebraten, damit sie eine gute Konsistenz bekommen, dann werden sie in Eure Tomatensauce (die Ihr so macht, wie immer) gegeben und 10 Minuten mitgeköchelt. Fertig gepimpt!! … Ein weiterer Klassiker „Pasta Carbonara“, wird mit Soja- oder Hafersahne gemacht mit TK Erbsen (Hülsenfrucht = Eiweiß) und Räuchertofu (Tofu = Eiweiß) statt Speck. „Richtige“ Rezepte kommen dann bald, ich wollte Euch nur sagen, dass man fast jedes Alltagsrezept pimpen kann. Schaut Euch dies Themenblatt  Eiweiß  an, da stehen Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt drauf. Die  Süßkartoffelwedges mit Knoblauchsauce  (dann mit „echten“ Kartoffeln) haben auch eine gute Eiweißwertigkeit durch die Kombi durch Kartoffeln und Sojajoghurt.

Auch Bürofutter kann einfach aufgewertet werden. Ich habe heute beispielsweise eine Tütensuppe mit einer halben Dose Kichererbsen und einem Vollkornbrötchen aufgewertet.  Foto 22.01.15 08 11 01Fehlte nur kochendes Wasser … und das ist sicher in jedem Büro zu finden

Weiter pimpen könnt Ihr, wenn Ihr 1x pro Woche ein Rezept mit  Foto 19.01.15 21 16 25Hülsenfrüchten macht (ausgenommen Tofu). Da findet Ihr zunächst schon mal das Rezept Linsen in Cocosmilch hier auf diesem Blog. Heute folgt aber das Rezept vom Hülsenfrüchteeintopf. Das ist ein supereinfaches Rezept in der Art vom klassischen Chilli, nur eben mit einer bunten Mischung, was die Eiweißzusammensetzung NOCH mehr verbessert. Ich poste in der nächsten Zeit noch 2 weitere Rezepte mit Hülsenfrüchten, da habt Ihr eins für jede Woche … Und einmal im Monat kann man ja auch gut das Gleiche essen, oder!?

Ich will Euch nicht dazu bringen, zwanghaft an Eiweiß in Eurem Essen zu denken sondern nur ein Impuls für ein Bewusstsein schaffen. Ihr werdet sicher bald Veränderungen in der ein oder anderen Weise merken.

TEIL 4: Eiweiß – Pimp your vegan Snacks

Ab heute sause ich durchs Internet … Wurde auch Zeit … Ein Minecraft-Spieler, ein YouTube-Gucker und eine Ständig-Bilder-für-den-Blog-Hochladerin waren schlussendlich zuviel für unsere 16Mbits-Leitung … Nun werden wir mit fetten 100 versorgt und der Familienfrieden sei wieder hergestellt … SO-EINFACH-IS-DAS 😀

Heute geht es um diese immer so tückischen Snacks und (not so friendly speaking) ‚Zwischendurchesserei‘. Die soll ja auch sein, macht Spaß und baut (zumindest kurzfristig) den Stress ab. Wenn wir nun noch ein ganz klein wenig schauen, WAS wir so snacken, wirds auch etwas weniger giftig für die Hüften und wirkt sich positiv auf unsere tägliche Nährstoffbilanz liefert aus. (und wir beim Eiweiß ein imaginäres Häckchen für ‚Anteil täglicher Bedarfsdeckung‘ machen können)

Leider denken viele beim Appetitt nicht immer ans Eiweiß sondern eher an Zucker! Ich hatte ja schon was zum Thema „Wille“ und Zucker gesagt. Der Körper macht es sich bei Unterzuckerung einfach und sagt: „Schooo-kooo-laaaa-deeee!“ Geht schnell! Klappt gut! Hätten wir unseren Willen mit in diese Entscheidung einbezogen, wäre sie (die Schoki) sicher nicht im Mund gelandet … Und schon mal gar nicht die halbe Tafel!! Doch dem Willen wurde voll eins von dem Unterzuckerungskomando übergebraten und lag willen- und regungslos am Boden!! Tja, und je öfter wir uns diesem Komando unterwerfen, desto chancenloser wird unser Wille … Shitty-Miss-Pitty! Aaaaalsoo? Wir müssen unseren Willen wieder fit machen! Das dauer lange … SEHR lange!!! Aber nach etwa einem Jahr hat mans fast geschafft (klingt nicht ermunternd??) … Sorry … Ist leider aber so … Das läuft offiziell auch unter „Zuckersucht“. Wie wir davon wegkommen, kommt dann mal beim Thema „Kohlenhydrate“.

Es gibt ja nämlich auch die „Salzhungrigen“. Denen gehts auch nicht so richtig viel besser, sie haben aber eine gute Chance, das einfacher hinzubekommen, indem sie zwischendurch Eiweiß snacken. (GERADE) im Stress geht das eigentlich ganz gut. Besonders, wenn wir dabei die Geschmacksrichtung UMAMI (süß, sauer, salzig, bitter und UMAMI) wählen. Umami bedeutet ‚würzig‘, ’salzig‘. Gute Beispiele sind Hefeprodukte, wie Hefeflocken oder Hefeaufstrich (superumami). Sojasauce ist auch SEHR umami. Solche Umami-Snacks können einige davor bewahren, allabendlich die Mittagsreste aus den Töpfen zu löffeln oder uns doch wieder eine Tüte Chips mit vor den Fernseher zu nehmen. Versucht es mal!!!

Salzige Nüsse (Erdnüsse – die allerdings in Maßen), Cashews, Mandeln (ich weiß, keine Nüsse … Nenne sie hier trotzdem 😉 ), salzige Samen, wie Kürbiskerne oder Kernmixe, Saitan- oder Tofuwürstchen. Kohlchips (kann man im Ofen selber machen … Eine Freundin hat mir gerade mal selbstgemachte Grünkohlchips zum Probieren gegeben … superlecker mit Salz, Öl, Cashews und Knoblauch). Eine tolle Knabberei habe ich heute allerdings noch für Euch im Gepäck Tofuwürfel in Sojasauce. Voll umami und richtig lecker.

Dann fehlt also noch „Mittag“ und „Abendessen“ … Das kriegen wir auch noch hin … Einen schönen Abend noch für Euch

Der Frühstücksklassiker: FRISCHKORNMÜSLI

Foto 13.01.15 08 19 46Nun, kurz bevor es zum Sport geht, noch das versprochene Rezept des Frischkornbreis. Es klingt ja immer so nach hardcore Öko …  „Frischkornbrei“. Dabei ist er sooo hammerlecker! Es sollten sich echt mal ein paar Marketingfutzis dran machen, mit dem Vorurteil aufzuräumen und den Ruf etwas aufzupolieren … Ist aber wohl keine Mark mit zu machen! Ich versuchs mal 🙂 und beginne damit, ihn „Müsli“ statt „Brei“ zu nennen (das wird sicher voll der Durchbruch). Dies Müsli ist eben auch toll „to go“ zu verzehren. Im Büro oder sonstwo unterwegs. Da muss man sich gar kein üblen Mampf vom Bäcker holen

Foto 12.01.15 19 13 11Was man tatsächlich braucht ist eine Kornmühle. Ich finde für diese Mengen reicht eine Handmühle absolut aus und macht sich auch optisch gut in der Küche! Wenn man sich die nicht zulegen möchte, geht zur Not noch ne alte Kaffeemühle. In Bioläden oder Reformhäusern kann man sich sonst auch Korn schroten lassen. Ist dann halt aber nicht mehr so frisch und vitaminreich.

Wer auch Brot oder Kuchen mit selbst gemahlenem Mehl machen möchte, kann sich die Investition einer elektrischen Mühle überlegen. Die kostet dann aber schon ein paar hundert Euro. Ist aber auch hübsch und lohnt sich sicher.

Foto 12.01.15 19 09 01Geschrotet werden muss das Korn mittel bis grob (sonst wirds ne Pampe). Der Kreativität von Frischkornmüsli sind  keinerlei Grenzen gesetzt, damit ich Euch aber nicht abschrecke, werde ich mal einen … hhhmmmm … Basismüsli. Ein richtiges Rezept dafür zu schreiben wär etwas übertrieben (Nachtrag zum Post: Na gut … hier doch das Rezept für das Frischkornmüsli extra für „Dich“ Frischkornmüsli… Also, die Grundzutaten wären: Weizen (oder eine Getreidemischung), (kochendes) Wasser, Mandelmus, Rosinen, Apfel. Ist ja nicht soo viel, oder!?

Also, da ich morgens (und überhaupt) immer richtig groooßen hunger habe, ist dies auch keine Zwergenportion! Haltet Euch fest 😉

  • 6 EL Getreide
  • 1 EL Rosinen
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 Apfel (fein gerieben)
  • 1 TL Lein-, Hanf- oder sonstiges gutes Öl

Foto 12.01.15 19 29 21Das Getreide grob schroten und mit den Rosinen in ein Schälchen geben. Wasser kochen (ist für Foto 13.01.15 08 18 56Anfänger besser verträglich), das Getreide 1 cm breit mit Wasser bedecken und über Nacht quellen lassen. Am nächsten Morgen Apfel, Öl und Mandelmus unterrühren und fertig ist das Basisfrischkornmüsli.

Pimpen (nicht nur eiweißtechnisch) kann man das Müsli mit: Banana, Hanfproteinpulver, Nüssen, Leinsamen, Sonnenblumen- oder Kürbiskernen, Trockenfrüchte, Matchapulver, Kakaonibs … und und und …

TEIL 2: Eiweiß – Aminosäuren und Wertigkeiten

Weiter geht’s … heute mal etwas psychodelischer bei dem trockenen Thema 😉

Wie ich gestern bereits sagte, gibt es viele verschiedene Aminosäuren. Jedes hat eine andere Aufgabe im Körper und manche müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

Wichtig ist mir, nochmals zu sagen, dass jedes Eiweiß (außer Lupine) eine Säurelast für den Körper mitbringt! Diese Säure löst zur Kompensation Basen aus dem Körper … Unidealerweise Calcium aus den Knochen. Dieser Anstieg von Calcium im Blut wird von dem Körper dadurch versucht zu beheben, indem es durch die Niere ausgespült wird. Zuviel Calcium dort begünstigt bei manchen Menschen allerdings lästige Nierensteine. Daher ist der Slogan „Die Milch machts“ kontraproduktiv und irreführend! Osteoporoseprophylaxe ist nicht allein durch den Verzehr von Milchprodukten getan … Mindestens ebenso wichtig ist Bewegung (Druck auf die Knochen) und Vitamin D …. Aber dies nur am Rande! Was ist sagen will ist: „Lasst Euch nicht von der Milchindustrie einschüchtern!!“

1. Eiweiß sollte also gut dosiert zu sich genommen werden und idealerweise in Form einer hohen Gesamtwertigkeit zu sich genommen werden, d. h. nicht nur Eiweiß sollte dieses Produkt liefern sondern vielleicht auch Vitamine, Mineralstoffe, („gute“)Fette, Ballaststoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe. Nun überlegt mal, wieviele „Häkchen“ Ihr hinter einer gebratenen Hühnerbrust machen könnt … Hmmm … Nicht so viele …

2. Damit dem Körper Eiweiß in ausreichender Menge zur Verfügung steht, sollte in jeder Mahlzeit etwa ein Anteil von 25g hochwertigem (erklär ich später) Eiweiß enthalten sein. Muskelaufbau und Stoffwechsel verlangen stets nach Eiweiß

3. Damit die Eiweiße vom Körper richtig zusammengesetzt werden können, sollten verschiedene Eiweiße kombiniert werden, damit die Wertigkeit stimmt! Wenn auch nur eines der notwendigen Eiweiße fehlt gibts schon Probleme mit der Zusammensetzung.

4. In Hanfsaaten, Sojaprodukten und Lupinenprodukten sind alle essentiellen Aminosäuren zumindest in kleinen Mengen vorhanden. Wenn diese nun noch mit anderen eiweißhaltigen Produkten kombiniert werden, darf man einen fetten Haken hinter „Eiweiß“ in seiner Mahlzeit machen.

5. Für den Stoffwechsel und Muskelaufbau sind spezielle Aminosäuren zuständig. Nicht bei jeder Aminosäure ist jedoch ganz genau bekannt, wofür sie zuständig ist. Ich habe Euch hier mal eine kleine Liste zum Thema Eiweiß zusammengestellt. Sie enthält die essentiellen Aminosäuren, in welchen Lebensmitteln sie zu finden sind, was sie bewirken und eine Liste von stark eiweißhaltigen Lebensmitteln. Dementsprechend kann also gesagt werden, dass Getreide (enthält kaum Lysin) und/oder Hülsenfrüchte (enthalten kaum Methionin) allein nicht für eine gute Versorgung genügen. Sie müssen also kombiniert werden.

6. Wer Muskelaufbau anregen will, muss (natürlich neben sportlicher Betätigung) also auch regelmäßig (!!!) Isoleucin, Valin und Aginin in ggf. etwas größeren Mengen zu sich nehmen. Wer unter Anämien leidet, kann mal einen Blick auf seinen Cysteinkonsum werfen. Bei Stimmungsschwankungen hat sich schon oft ein morgendlicher Haferbrei bewährt (über längere Zeit bei sanfter Ausprägung).

Ich glaube, das war genug virtuelles Eiweißfutter für heute, oder!? Eigentlich drängt sich hier noch ein pro/contra Soja auf … Das behandel ich dann aber lieber mal separat! Nun wisst Ihr also schon so einiges über Eiweiß und der nächste Schritt wäre, es optimal und alltäglich in Euren Essensplan zu integrieren, ohne Euch zu stressen … Darum geht es dann in meinem nächsten Post (Dann kommen auch mal wieder Rezepte … versprochen!!!)

A propos Rezepte … Ich geh jetzt zu meinem Lieblingsitaliener hier in Kaltenkirchen … Da Franco … Der macht mir immer ne superleckere Pizza ohne Kääääse …. Yummi! Euch noch einen schönen Abend!!!

TEIL 1: Eiweiß – Aminosäuren, die Basics

Na, dann wolln wir ma …

Damit ich nicht falsche Hoffnungen schüre … Ich bin definitiv kein Anhänger einer veganen Atkins-Strategie und halte es tatsächlich auch noch im 21. Jahrhundert für erstrebenswert, Kohlenhydrate zu essen! Weiterhin liegt mein Hauptaugenmerk definitiv NICHT auf einem BMI von 15 😉 sondern ich bin ein Fan von ‚finde Deinen persönlichen Körper‘!

In unserer Nahrung setzen sich unsere Energiequellen aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten zusammen (für mich auch in GENAU dieser Reihenfolge). Jede dieser Energiequellen hat so ihre Tücken. So sollten Kohlenhydrate Ballaststoffe im Gepäck haben, Eiweiße sind teils essentiell (d. h. unser Körper kann sie nicht selbst herstellen) und in den meisten Mahlzeiten oft (aus Mangel an Kenntnis der veganen Alternativen) tierischer Herkunft, was diverse Krankheiten begünstigt und Fette gern böse, böse, böse, weil synthetisiert und auch das Herz- Kreislaufsystem belastend … Ohhh jeeee …

Wir kümmern uns nun aber erstmal nur um die Aminosäuren. Wofür brauchen wir sie eigentlich??

Eiweiß bedeutet „Leben“. In jeder lebendigen Zelle ist also Eiweiß enthalten! Danken können wir da den Pflanzen, die in der Lage sind, aus totem Mineral (Nährsalze der Erde) etwas Lebendiges zu erschaffen! Chapeau!! Das kann weder ein Tier noch der Mensch! Um dieses Leben zu erhalten, müssen wir unsere Zellen mit immer frischem Eiweiß füttern. Muskeln haben Eiweiß besonders gern. Da Eiweiß eben das Lebendige darstellt, ist es nicht verwunderlich, dass Eiweiß auch unseren Stoffwechsel ankurbelt (Aaaahhh … nun kommen wir zum Zusammenhang mit dem Abnehmen). Die Pflanze übernimmt also einen Prozess für uns. Nun können wir uns also gleich auf die Pflanze stürzen und uns das Eiweiß einverleiben. Das ist ein hartes Stück Arbeit und eben gar nicht so einfach …

Denn ….

Es gibt 23 verschiedene Aminosäuren, wovon unser Körper prinzipiell erstmal 15 selbst herstellen kann. 8 müssen wir also mit unserer Nahrung zuführen. Da geht‘ s schon los! Wenn uns auch nur eines der wichtigen Aminosäuren fehlt, können die Bauteile nicht ordentlich zusammengesetzt werden. Manche (faule) Menschen machen es sich daher einfach und lassen die Tiere eben einen weiteren Prozess für sie machen (Tiere fressen Pflanzen (Gras) und verdauen es) … Dann schnappen sie sich das Tier (oder die Gaben der Tiere, wie z. B. Milch) und haben es sehr viel einfacher mit dem richtig zusammengesetzten Aminosäuren. Wer sich aber die Mühe macht, sich sein Eiweiß aus der Pflanze zu basteln, bleibt innerlich lebendig, wendig und offen! Tierische Eiweiße sind denen des Menschen schon recht ähnlich. Da ist es nicht verwunderlich, dass manche Abwehrmechanismen ‚aus Versehen‘ ein tierisches Eiweiß ins Blut lassen und dies dann zu schweren Allergieanfällen kommt! (Auch Gicht hat die Ursache aus dieser Richtung)

Nun sollten wir jede unserer Mahlzeiten mit Eiweiß pimpen, da einige Eiweiße schnell verstoffwechselt sind. Besonders nachts ein Problem!! Zuviel auf einmal belastet die Niere enorm und kann vom Körper eh nicht verarbeitet werden. (Aber Rettung naht!!). Als Faustregel kann man sagen, dass wir pro kg Körpergewicht 1g Eiweiß pro Tag zu uns nehmen sollten (2g bei Sportlern … Und damit meine ich Menschen, die mindestens 4 Mal die Woche Sport treiben!). Wer partout nicht auf Eiweißmassen verzichten möchte, denke bitte unbedingt daran, dass beim Eiweißstoffwechsel Stickstoff anfällt, welches der Körper unbedingt ausscheiden muss. Also trinken, trinken, trinken!!

„Schlank im Schlaf“ basiert beispielsweise auf dem Prinzip, abends mit Eiweiß den Stoffwechsel anzukurbeln, damit wir im Schlaf viel „verbrennen“.

Viele (besonders SALZIGE) Futterattacken basieren auf einen Mangel an regelmäßiger Eiweißzufuhr! Hier liegt also unser erster Ansatz! Wie erhöhe ich ganz nebenbei den (veganen!!!) Eiweißanteil in meiner Mahlzeit? In welchen (veganen) Lebensmitteln finden sich die essentiellen Aminosäuren? Wie erhöhen Muskeln den Grundumsatz meines Kalorienverbrauches?

Ein berühmter Gewichtheber ernährt sich vegan! Es muss also niemand um sein Sixpack bangen – ganz im Gegenteil! In meinem nächsten Post geht es dann genau darum!!

Gerne, gerne könnt Ihr an dieser Stelle Fragen fragen 😉 – Die Antworten versuche ich in meine Posts einzubauen

Happy vegan new Year!!

Ich weiß, ich weiß … Mit meinen Neujahrsgrüßen bin ich doch relativ spät … Aber ich bin ja auch erst seit gestern aus unserer zauberhaften Unterkunft in den Schweizer Bergen zurück …

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Und … was soll ich sagen??? Es war herrlich!! Diese unglaubliche Luft, stundenlang draußen, viel Bewegung, Massen an Schnee mit teils komplettem „white out“

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und dann Sonne, Sonne, Sonne (mit unwirklichen Regenbögen)

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Eigentlich wollte ich diesen Post heute aber nutzen, um einen weiteren veganen Vorblick auf 2015 zu wagen!

Januar … Der Januskopf schaut zurück und blickt nach vorn! Wenn ich zurück blicke, sehe ich einen, für mich unglaublich spannenden Start in die Bloggerwelt, in der ich mehr Menschen erreicht habe, als ich je zu hoffen wagte. Völlig baff war ich, als sich mir auf „die-besten-food-blogs“ dieses Bild bot (allerdings habe ich keine Ahnung, wie sich dieses Ranking zusammensetzt … gefreut, habe ich mich trotzdem)

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Ich selbst habe auch tolle Blogs gefunden, eine zarte kreative Ader in mir entdeckt und mich mit meinen Kochkursen weiterentwickelt (dadurch, dass ich mein Konzept konkret ‚zu Papier‘ gebracht habe auf dieser Seite) und die Nachfrage ist großartig!!

Wenn ich nach vorn blicke, sehe ich zunächst noch viel Arbeit vor mir … Arbeit auf die ich mich sehr freue! In der Pipeline sind noch immer der Amazon-Button (hui?? pfui??) und viele, viele Fachthemen (zum Thema Vitamin D habe ich ja bereits ein Infoblatt entworfen), die sehr viel Zeit beanspruchen. Na, und Rezepte habe ich natürlich auch noch viele in der Hinterhand (als nächstes kommt ein ‚Kartoffel-Wurzel-Püü‘, welches eigentlich schon 2014 ‚raus‘ sollte … Naja

Zum Jahresbeginn wird es – passend zu all den guten Vorsätzen, die Ihr ja sicher gemacht habt 😉 – um das Thema Eiweiß, Sport und Abnehmen gehen (Da passt mein erstes Rezept gestandenermaßen nicht so gut … aber dazu dann morgen/übermorgen).

Tja, viel Text und kein Rezept 😦 … Es kommen auch wieder bessere Zeiten 🙂 🙂 🙂

Nun wünsche ich Euch nochmals allen ein fröhliches, schwundvolles und vor allem VEGANES 2015

In diesem Sinne … Eure Stephanie

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Rote Linsen in Kokosmilch

Heute gibt es mal wieder ein einfaches Rezept, welches sich gut eignet für die Alltagsküche. Das tolle an diesem Rezept ist, dass es in x verschiedenen Variationen zubereitet oder auch erweitert werden kann, indem gebratener Tofu oder Bratlinge dazu gereicht werden.

Außerdem strotzt es nur so vor Eiweiß und mit dem Gemüse auch vor Mineralstoffen. Gerade in der veganen Ernährung ist es wichtig, eigentlich jede Mahlzeit mit Eiweiß zu pimpen.

Durch den milden Geschmack ist es auch bei Kindern beliebt! Hier geht es auch direkt zum Rezept des Linsen in Cocosmilch