Linsen mit Saitenwürstle … schwäbisch

Hallo!

Heute mal ein unkompliziertes Gericht, denn ich habe just wieder von einer Mutter gehört „also fasten kann ich nicht … Ich muss für meinen Mann und meine Kinder kochen“ … Also der Mann sei mal dahingestellt aber für Kids muss man ja meist tatsächlich kochen, auch wenn man fastet. Da ist es immer gut, ein Gericht zu haben, was vielleicht länger vor sich hinköchelt, einem aber nicht so viel Aufmerksamkeit abverlangt.

Nachdem es heute (Fertig)Gnocci mit Tomatensauce gab, ist morgen mal wieder etwas Eiweiß dran. Und da man so schön einen „dicken Pott“ von den Linsen kochen kann, übermorgen gleich auch!

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Ein echter Sattmacher!

Es ist ein ausgsprochenes Lieblingsessen meiner Kinder. Ich bin zwar eine Ur-Hamburgerin, hatte aber damals in eine schwäbische Familie ‚eingeheiratet‘ und lernte somit ‚Linsen mit Saitenwürstle‘, ‚Maultaschen‘ und ’schwäbischen Kartoffelsalat‘ kennen. Das erste Gericht habe ich veganisiert 😀 , wobei ursprünglich natürlich Spätzle dazugehören. DAS wäre mir dann aber für meine Fastenwoche doch zu sehr kompliziert – also gibt es dazu bei uns (alle Schwaben die Ohren zu) Vollkornspirelli, Saitanwiener und Feldsalat.

Diese Linsen werden ja mit Essig gegessen. Ich dachte ja zuerst „die Spinnen die Schwaben“, musste dann aber SEHR schnell feststellen, dass es dem Essen erst den interessanten Pfiff gibt.

Und da braune Linsen ja so Ihre 40-50 Minuten kochen müssen, koche ich sie lieber für 20 Minuten im Schnellkochtopf. Ist aber nicht schlümm, wenn man keinen hat, es kocht ja nebenbei! Hier gehts zum Rezept zu den Linsen (schwäbisch)

Dieses Essen ist ein echter Eiweißboost und ich glaube jeder Essensgast, der hier je mal gegessen hat, mochte es sehr! Also … Auf ins Schwabenländle … Ein Aperitif gefällig??

Der CHIA-SAMEN Hype

Immer und immer wieder höre ich von diesen Chia Samen. In Smoothies, im Müsli … Überall müssen diese kleinen Dinger mit ins Essen. Hmmm … Da bei mir bereits eine Dose Erdmandelmehl und eine Dose Hanf-Protein einfach nicht alle werden will, hol ich mir doch nicht noch ein Glas mit Chia Samen, was sich dort einreihen kann … Dachte ich … Heute gab’s die Samen bei meinem lieblings Biosupermarkt Erdkorn im Angebot … Nun-also-doch! Obwohl, wie es „beim Neuen“ immer so ist, bekommt er natürlich einen Platz in der ersten Reihe und die beiden alten Dosen dürfen neidisch vom Regal auf den Logenplatz des Chiasamenglases schielen.

Woher kommen sie?

Chia kommt aus dem Lande der Maya, Mexiko, ist aber in ganz Zentralamerika beheimatet. Es war dort schon vor tausenden von Jahren ein Grundnahrungsmittel. Damals dienten die Powersamen den Laufboten als Energielieferant und man sagt, nach einer Mahlzeit mit nur 1 TL Chiasamen konnten die Boten einen ganzen Tag lang laufen.

Und botanisch betrachtet?

Botanisch auch Salvia-Hispanica genannt, gehört die Chia Pflanze zu einer Salbeiart der Lippenblütler. Wie gesagt, kommt die Pflanze aus Mexiko und hat nur versehentlich den Beinamen „hispanica“. Wer also gegen Lippenblütler allergisch ist: Finger weg! Auch Senfkornallergiker sollten besser Abstand von den Chiasamen halten!

Was ist drin im Superfood?

  • 38% Chiaöl, welches ein super Verhältnis an Omega 3 : 6 Säuren hat
  • 23% hochwertiges Protein
  • Vitamin A und diverse B
  • Mineralstoffe, wie (besonders) Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer
  • massig Ballaststoffe
  • und …. taaataaataataaa …. natürlich … na??? genau!!! Antioxidantien

Was kann das Superfood? Es soll …

  • … die Aufnahme von Zucker in die Zellen verlangsamen
  • … die Verdauung optimieren
  • … die körperliche Ausdauer stärken
  • … den Magen/Darm Trakt durch ihre hohe Quellfähigkeit und den hohen Anteil an Ballaststoffen „fegen“
  • … durch den hohen Anteil an Ballaststoffen entgiftend wirken
  • … den Stuhlgang regulieren
  • … den Blutdruck senken
  • … das Blut verdünnen

Wie wird es verwendet?

Man kann ein sogenanntes „Basisgel“ herstellen. Das ist ganz gut, da die tollen Stoffe aus den Samen besser verstoffwechseln lassen. Hierzu nimmt man

1/2 Becher Chiasamen und mischt sie mit 3 Becher Wasser

Das daraus entstehende Gel kann man in einer Tupperdose im Kühlschrank aufbewahren und in Smoothies, Soghurts, Suppen oder Müslis einmischen. Dieses Gel hält sich etwa 3 Wochen, ist also gut für den Vorrat zu verwenden.

Warum soll man nur 15g Chia Samen am Tag essen?

Das entspricht übrigens einem gehäuften Esslöffel. Also gar nicht so viel! Das „Problem“ ist der hohe Ballaststoffgehalt von 35g pro 100g Chiasamen. Die DGE empfiehlt 30g Ballaststoffe über den Tag verteilt zu essen. Ein „zu viel“ an Ballaststoffen kann zu Bauchkrämpfen, Stuhlverstopfung, Blähungen und Völlegefühl führen. Wenn man es übertreibt mit den Chias und eine ballaststoffreiche Kost nicht gewohnt ist, auch zu Schlimmerem! Ein besonders großes Problem wäre es daher, wenn obendrein zu wenig getrunken wird – womit sollen sich dann die Chias aufquellen?? Da ist das Gel sicher eine gute Alternative, da es sich um das bereits gequollene Produkt handelt.

sonstige Nebenwirkungen?

  • Die Samen wirken blutdrucksenkend … Wer also Probleme mit niedrigem Blutdruck hat: Obacht!!
  • Die Samen wirken blutverdünnend … Vorsicht, wenn Du darauf achten musst!!
  • Allergiker gegen Lippenblütler dürfen Chia nicht essen. Auch Menschen mit einer Senfallergie sollten vorsichtig sein!

Soviel nun also zu den Chia Samen. Ich habe sie mir heute in meinen schon fast obligat gewordenen Möhrchensalat gemischt. Hab kaum was geschmeckt … Aber wenns hilft 😉 Das Gel werde ich mal machen und meinen Kids im Essen unterjubeln 😀 – Hat jemand von Euch Erfahrungen mit CHIA?? Ich bin jetzt jedenfalls ein wenig CHIA-angefixt und hoffe ja insgeheim, dass ich meinen „biozoomcheck“ am Samstag noch etwas pimpen kann … By the way … Habt Ihr in den Kommentaren gelesen, dass sich das Reformhaus direkt zu den Fragen zum Antioxidantiencheck geäussert hat?? Finde ich den Hammer!!! Daumen hoch dafür! …

So … Ich muss jetzt zum Sport huschen (aber nur keinen Stress … denk an den Test am Samstag 😉 )

Misosuppe scharfsüßsauer

Da es bei mir heute Abend veganen Döner (JAWOLL!!!) gibt, musste ich heute Mittag etwas auf die Bremse treten. Und da mir die liebe brittlebrick mal wieder eine Inspiration zugeschustert hat, hatte ich vorsorglich schon mal Seidentofu im Hause (Misopaste eh!).

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Wenn man die Reisnudeln in einem Extraschälchen mit kochendem Wasser übergießt, ist es einfacher, die Misopaste rührend aufzulösen (in dem anderen Schälchen)

Was soll ich sagen??? Ich habe natürlich wieder etwas rumexperimentiert und das Ergebnis ist: Lecker, lecker, lecker und der Bauch ist umami und reichlich gefüllt mit super Eiweißen, Eisen, Calcium, Kalium, Isoflavonoiden, B Vitaminen und (vermutlich auch) der ewigen Veganersorge B12!!! Was will man mehr!

Reisnudeln finde ich ganz große Klasse. Sie sind so schön glibberig in der Suppe. Außerdem geben sie einem die absolute Legitimation die Suppe schlürfend schmatzend zu essen, anders ist es fast nicht möglich (es sei denn Spaßbremsen zersäbeln die Reisnudeln in Ministückchen 😦 )

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UNBEDINGT Bio-Miso kaufen!!! Nur so ist man sicher, sich keinen Gendreck ins Haus zu holen

Die Genmai-Misopaste, die ich benutzt habe besteht aus fermentierten Sojabohnen und ist extrem umami (würzig). Die Milchsäurebakterien aus der Fermentation sorgen für das Vitamin B12. Es gibt auch Misopasten, bei denen Gerste oder Reis die Basis bilden. Diese können milder bis süßlich schmecken. Mein Favorit ist allerdings ganz klar die würzige Genmai-Miso!

Ich habe in diesem Falle nicht einfach nur MisoPaste mit Reisnudeln und Seidentofu mit kochendem Wasser überbrüht sondern noch japanische Essigwürze (geht sicher auch Weißweinessig), Agavendicksaft, Sojasauce und Chilli zugegeben. Das war eine wahre Geschmacksexplosion im Mund, diese Mischung aus umami / süß / sauer / scharf … Mehr geht fast nicht.

Kalorisch ist diese Suppe ein klarer (japanischer) Lachsack und ganz sicher auch hilfreich bei allabendlichen Fressgelüsten (trotz der kleinen Mengen an Kohlenhydraten). Schnell ist Foto 31.01.15 15 02 26sie allemal, da alle Zutaten nur 2-3 Minuten in kochendem Wasser aus dem Wasserkocher überbrüht werden müssen.

Und hier kommt auch schon das Rezept für die Misosuppe

Da ich schon jetzt das Jaulen „und woo ist das Rezept für den Döööner???“ höre … Da dieser sich zwar bereits in der Zubereitung befindet, also der Kohlsalat, Tsatsiki, Dönervleisch und Kichererbsen, aber eben noch nicht verspeisefertig ist, kommt das Rezept dann morgen … oder so 😉 Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf die Bewertung meines Gastes heute Abend …

TEIL 6: Eiweiß – Pimp your vegan Dinner … z. B. mit ‚Rührnichtei‘

Guten Abend! Hach, DAS war ein Wochenende … Nixtun im Quadrat!!! Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass mir das nicht so ganz leicht fällt aber ich habe das nun mal so RICHTIG durchgezogen! An meinem Cheat Friday habe ich Euch ja etwas teilhaben lassen. Am Samstag habe ich mich dann in aller Ruhe daran gemacht, meinen missglückten Hefeteigversuch (an dieser Stelle: Lieben Gruß an Miss Brittlebrick) gerade zu biegen … Und??? Siehe da, meine Vermutungen, dass Hefeteig viel Liebe und Aufmerksamkeit braucht, hat sich mal wieder bestätigt! Ich habe „baked Donuts“ gemacht. Eine fettärmere Variante des Gebäcks … Auf das Rezept müsst Ihr allerdings noch etwas warten … Sorry!

Heute werde ich mich nämlich – ich hoffe, ich langweile Euch nicht – noch einmal an den vorerst letzten Part zum Thema Eiweiß machen …  Es ist eigentlich der spannendste Teil zum Thema Eiweiß, da ja in aller Mund ist, abends auf Kohlenhydrate zu verzichten und nur Eiweiß zu essen.

Da man aber nicht einfach etwas tun sollte, weil es gerade „in aller Munde ist“ oder irgendwelche Gurus dies vorbeten, möchte ich hier ganz kurz etwas Licht ins Dunkel bringen:

Es gibt 3 verschiedene Nährstoffarten mit unterschiedlichen Funktionen:

  1. Kohlenhydrate als Energielieferanten
  2. Fette als Energiespeicher (und Baufett … aber das lassen wir hier mal)
  3. Eiweiße als Baustoffe

Wenn wir uns nun mal lediglich um Kohlenhydrate und Eiweiße kümmern, kann man an der oben genannten Aufteilung schon ahnen, wann etwas gegessen werden sollte. Wann brauchen wir Energie??? Genau!! TagsüberWann regeneriert sich unser Körper?? Genau!!! Nachts

Wie werden Kohlenhydrate und Eiweiße verstoffwechselt und was bedeutet das?

  • Kohlenhydrate werden durch Insulin verstoffwechselt, welches den Blutzuckerspiegel senkt aber die Fettverbrennung hemmt Insulin hemmt die Lipolyse (Fettverbrennung)
  • Eiweiße werden durch Glukagon verstoffwechselt, welches den Blutzuckerspiegel steigen lässt und die daraus gewonnenen Zucker speicherbar macht

Demzufolge hemmen Kohlenhydrate durch die daraus folgende Insulinausschüttung die nächtliche Fettverbrennung, die obendrein nachts am aktivsten ist und bis zu 75% ausmacht

Für Menschen, die also abnehmen wollen, lohnt es sich tatsächlich einmal, abends versuchsweise über 2 Wochen auf Kohlenhydrate zu verzichten. Leider fällt dies nicht so ganz leicht, wenn man es nicht gewohnt ist … Die schwierige Zeit ist jedoch nach etwa 3 Tagen verschwunden … Wenn man weiß, was man essen kann 😀

  1. Da wäre zunächst einmal ein grüner Salat (gäääähn :/ ), den man kombinieren kann ….
  2. Da wären die Tofuwürfel
  3. Da wäre veganes Rührnichtei   
  4. Ein indisches Dhal (Rezept folgt) … Das ist eine rote Linsensuppe
  5. Misosuppe mit Gemüse und Tofu (Rezept folgt)
  6. Green Smoothie mit Eiweißpulver (z. B. Hanfpulver)

Das „Rührnichtei“ ist sehr schnell fertig und schmeckt wirklich gut! Selbst mein Sohn (zumindest einer von beiden) hat heute Morgen Nachschlag verlangt!! Optisch ist es auch sehr ansprechend! Versucht es mal!!!

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Nein, das sieht wirklich noch nicht sehr ansprechend aus … „Mit der Gabel zerdrückter Tofu“

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Hmmm … Schon besser, angebraten mit etwas Kurkuma für die „Sonnenbräune“

Nein, es   ist nicht leicht, seine abendlichen Essgewohnheiten zu ändern! Besonders nicht, wenn man einen Alltag pflegt, der einem tagsüber wenig Raum für gutes Essen lässt. Aber, wie heißt es so schön ‚ohne Fleiß keinen Preis‘. Manchmal stehen einem wirklich wirklich nur die Gewohnheiten im Wege und später, wenn man sie geändert hat, fragt man sich, warum man es nicht schon früher gemacht hat, weil man keinen Verzicht spürt!!

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Aaaahhhh! SO soll es sein …. Yummi!

An dieser Stelle möchte ich Euch nochmals an den virtuellen „Ernährungsumstellungs- und Fastenkurs“ hier auf dieser Welle erinnern (mittlerweile sind wir schon zu Dritt! 🙂 ), der ab dem 16. Februar losgeht. Da geht es unter anderem GENAU darum!!!

Nun wünsche ich Euch aber einen schönen Rest vom Sonntag … Bis ganz bald!!!

Eure Stephanie

TEIL 5: Eiweiß – Pimp your vegan Lunch

Nu aber!! Jetzt gehts um den Mittagseiweißpimp … (Klingt jetzt irgendwie komisch) … Also, die Frage ist ja nun, wie wir Eiweiß in unser Mittag kriegen. Gucken wir uns doch mal Klassiker an: Nudeln mit Tomatensauce! Suchen wir da mal das Eiweiß … Such, such, such … Seufz … Nix! 😦

Aber keine Sorge! Das pimpen wir hin!!! Statt stinknormaler weißer Pasta nehmen wir Vollkornpasta und nun zaubern wir aus Sojaschnetzel (klein) eine Bolognese. Die Sojaschnetzel werden kurz in Olivenöl angebraten, damit sie eine gute Konsistenz bekommen, dann werden sie in Eure Tomatensauce (die Ihr so macht, wie immer) gegeben und 10 Minuten mitgeköchelt. Fertig gepimpt!! … Ein weiterer Klassiker „Pasta Carbonara“, wird mit Soja- oder Hafersahne gemacht mit TK Erbsen (Hülsenfrucht = Eiweiß) und Räuchertofu (Tofu = Eiweiß) statt Speck. „Richtige“ Rezepte kommen dann bald, ich wollte Euch nur sagen, dass man fast jedes Alltagsrezept pimpen kann. Schaut Euch dies Themenblatt  Eiweiß  an, da stehen Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt drauf. Die  Süßkartoffelwedges mit Knoblauchsauce  (dann mit „echten“ Kartoffeln) haben auch eine gute Eiweißwertigkeit durch die Kombi durch Kartoffeln und Sojajoghurt.

Auch Bürofutter kann einfach aufgewertet werden. Ich habe heute beispielsweise eine Tütensuppe mit einer halben Dose Kichererbsen und einem Vollkornbrötchen aufgewertet.  Foto 22.01.15 08 11 01Fehlte nur kochendes Wasser … und das ist sicher in jedem Büro zu finden

Weiter pimpen könnt Ihr, wenn Ihr 1x pro Woche ein Rezept mit  Foto 19.01.15 21 16 25Hülsenfrüchten macht (ausgenommen Tofu). Da findet Ihr zunächst schon mal das Rezept Linsen in Cocosmilch hier auf diesem Blog. Heute folgt aber das Rezept vom Hülsenfrüchteeintopf. Das ist ein supereinfaches Rezept in der Art vom klassischen Chilli, nur eben mit einer bunten Mischung, was die Eiweißzusammensetzung NOCH mehr verbessert. Ich poste in der nächsten Zeit noch 2 weitere Rezepte mit Hülsenfrüchten, da habt Ihr eins für jede Woche … Und einmal im Monat kann man ja auch gut das Gleiche essen, oder!?

Ich will Euch nicht dazu bringen, zwanghaft an Eiweiß in Eurem Essen zu denken sondern nur ein Impuls für ein Bewusstsein schaffen. Ihr werdet sicher bald Veränderungen in der ein oder anderen Weise merken.

TEIL 4: Eiweiß – Pimp your vegan Snacks

Ab heute sause ich durchs Internet … Wurde auch Zeit … Ein Minecraft-Spieler, ein YouTube-Gucker und eine Ständig-Bilder-für-den-Blog-Hochladerin waren schlussendlich zuviel für unsere 16Mbits-Leitung … Nun werden wir mit fetten 100 versorgt und der Familienfrieden sei wieder hergestellt … SO-EINFACH-IS-DAS 😀

Heute geht es um diese immer so tückischen Snacks und (not so friendly speaking) ‚Zwischendurchesserei‘. Die soll ja auch sein, macht Spaß und baut (zumindest kurzfristig) den Stress ab. Wenn wir nun noch ein ganz klein wenig schauen, WAS wir so snacken, wirds auch etwas weniger giftig für die Hüften und wirkt sich positiv auf unsere tägliche Nährstoffbilanz liefert aus. (und wir beim Eiweiß ein imaginäres Häckchen für ‚Anteil täglicher Bedarfsdeckung‘ machen können)

Leider denken viele beim Appetitt nicht immer ans Eiweiß sondern eher an Zucker! Ich hatte ja schon was zum Thema „Wille“ und Zucker gesagt. Der Körper macht es sich bei Unterzuckerung einfach und sagt: „Schooo-kooo-laaaa-deeee!“ Geht schnell! Klappt gut! Hätten wir unseren Willen mit in diese Entscheidung einbezogen, wäre sie (die Schoki) sicher nicht im Mund gelandet … Und schon mal gar nicht die halbe Tafel!! Doch dem Willen wurde voll eins von dem Unterzuckerungskomando übergebraten und lag willen- und regungslos am Boden!! Tja, und je öfter wir uns diesem Komando unterwerfen, desto chancenloser wird unser Wille … Shitty-Miss-Pitty! Aaaaalsoo? Wir müssen unseren Willen wieder fit machen! Das dauer lange … SEHR lange!!! Aber nach etwa einem Jahr hat mans fast geschafft (klingt nicht ermunternd??) … Sorry … Ist leider aber so … Das läuft offiziell auch unter „Zuckersucht“. Wie wir davon wegkommen, kommt dann mal beim Thema „Kohlenhydrate“.

Es gibt ja nämlich auch die „Salzhungrigen“. Denen gehts auch nicht so richtig viel besser, sie haben aber eine gute Chance, das einfacher hinzubekommen, indem sie zwischendurch Eiweiß snacken. (GERADE) im Stress geht das eigentlich ganz gut. Besonders, wenn wir dabei die Geschmacksrichtung UMAMI (süß, sauer, salzig, bitter und UMAMI) wählen. Umami bedeutet ‚würzig‘, ’salzig‘. Gute Beispiele sind Hefeprodukte, wie Hefeflocken oder Hefeaufstrich (superumami). Sojasauce ist auch SEHR umami. Solche Umami-Snacks können einige davor bewahren, allabendlich die Mittagsreste aus den Töpfen zu löffeln oder uns doch wieder eine Tüte Chips mit vor den Fernseher zu nehmen. Versucht es mal!!!

Salzige Nüsse (Erdnüsse – die allerdings in Maßen), Cashews, Mandeln (ich weiß, keine Nüsse … Nenne sie hier trotzdem 😉 ), salzige Samen, wie Kürbiskerne oder Kernmixe, Saitan- oder Tofuwürstchen. Kohlchips (kann man im Ofen selber machen … Eine Freundin hat mir gerade mal selbstgemachte Grünkohlchips zum Probieren gegeben … superlecker mit Salz, Öl, Cashews und Knoblauch). Eine tolle Knabberei habe ich heute allerdings noch für Euch im Gepäck Tofuwürfel in Sojasauce. Voll umami und richtig lecker.

Dann fehlt also noch „Mittag“ und „Abendessen“ … Das kriegen wir auch noch hin … Einen schönen Abend noch für Euch

Der Frühstücksklassiker: FRISCHKORNMÜSLI

Foto 13.01.15 08 19 46Nun, kurz bevor es zum Sport geht, noch das versprochene Rezept des Frischkornbreis. Es klingt ja immer so nach hardcore Öko …  „Frischkornbrei“. Dabei ist er sooo hammerlecker! Es sollten sich echt mal ein paar Marketingfutzis dran machen, mit dem Vorurteil aufzuräumen und den Ruf etwas aufzupolieren … Ist aber wohl keine Mark mit zu machen! Ich versuchs mal 🙂 und beginne damit, ihn „Müsli“ statt „Brei“ zu nennen (das wird sicher voll der Durchbruch). Dies Müsli ist eben auch toll „to go“ zu verzehren. Im Büro oder sonstwo unterwegs. Da muss man sich gar kein üblen Mampf vom Bäcker holen

Foto 12.01.15 19 13 11Was man tatsächlich braucht ist eine Kornmühle. Ich finde für diese Mengen reicht eine Handmühle absolut aus und macht sich auch optisch gut in der Küche! Wenn man sich die nicht zulegen möchte, geht zur Not noch ne alte Kaffeemühle. In Bioläden oder Reformhäusern kann man sich sonst auch Korn schroten lassen. Ist dann halt aber nicht mehr so frisch und vitaminreich.

Wer auch Brot oder Kuchen mit selbst gemahlenem Mehl machen möchte, kann sich die Investition einer elektrischen Mühle überlegen. Die kostet dann aber schon ein paar hundert Euro. Ist aber auch hübsch und lohnt sich sicher.

Foto 12.01.15 19 09 01Geschrotet werden muss das Korn mittel bis grob (sonst wirds ne Pampe). Der Kreativität von Frischkornmüsli sind  keinerlei Grenzen gesetzt, damit ich Euch aber nicht abschrecke, werde ich mal einen … hhhmmmm … Basismüsli. Ein richtiges Rezept dafür zu schreiben wär etwas übertrieben (Nachtrag zum Post: Na gut … hier doch das Rezept für das Frischkornmüsli extra für „Dich“ Frischkornmüsli… Also, die Grundzutaten wären: Weizen (oder eine Getreidemischung), (kochendes) Wasser, Mandelmus, Rosinen, Apfel. Ist ja nicht soo viel, oder!?

Also, da ich morgens (und überhaupt) immer richtig groooßen hunger habe, ist dies auch keine Zwergenportion! Haltet Euch fest 😉

  • 6 EL Getreide
  • 1 EL Rosinen
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 Apfel (fein gerieben)
  • 1 TL Lein-, Hanf- oder sonstiges gutes Öl

Foto 12.01.15 19 29 21Das Getreide grob schroten und mit den Rosinen in ein Schälchen geben. Wasser kochen (ist für Foto 13.01.15 08 18 56Anfänger besser verträglich), das Getreide 1 cm breit mit Wasser bedecken und über Nacht quellen lassen. Am nächsten Morgen Apfel, Öl und Mandelmus unterrühren und fertig ist das Basisfrischkornmüsli.

Pimpen (nicht nur eiweißtechnisch) kann man das Müsli mit: Banana, Hanfproteinpulver, Nüssen, Leinsamen, Sonnenblumen- oder Kürbiskernen, Trockenfrüchte, Matchapulver, Kakaonibs … und und und …