Kimchi – michsauer vergorenes Gemüse aus Korea

Fröhliche Ostern allerseits!Foto 05.04.15 17 25 34

Nach einem köstlichen Brunch im sonnigen Hamburg, einem Osterspaziergang in der Sonne und einer ausgiebigen Siesta verspüre ich gerade Lust auf einen neuen Post!

KIMCHI – Scharf/würzig milchsauer vergorener Chinakohl

Milchsauer vergorenes Gemüse entsteht durch die Umwandlung Zucker in Säure durch die in den Gemüsen enthaltenen Bakterien. Hierdurch steigt der Gehalt an Nährstoffen, Enzymen, Vitaminen. Das Pendant in Deutschland wäre Sauerkraut!

kimchischrankFoto 01.04.15 16 09 21Bei Kimchi handelt es sich – und wie kann es nach den ganzen Verdauungs- und Darmfloraposts anders sein – um milchsauervergorenes Gemüse, welches in Korea zu jeder Gelegenheit verputzt wird und ein sehr traditionelles Rezept ist – wobei fast jede Region ihr eigenes traditionelles Kimchi Rezept hat. Aufbewahrt wurde es früher in Tongefäßen. Heutzutage wird es tatsächlich in speziellen „Kimchi Kühlschränken“ gelagert.

Ursprünglich ist der Sud, in dem das Gemüse (hier kennt man hauptsächlich den eingelegten Chinakohl) eingelegt wird, mit einer Fischsauce. Ich habe das Rezept natürlich veganisiert. Kimchi ist auch eigentlich nur eine Zubereitungsart und nicht das Gericht ansich. JEDES Gemüse kann (und wird in Korea) zu Kimchi gemacht werden. Mit den Vitaminen vom Kimchi kamen die Koreaner durch den Winter. Es wurde im Herbst in rauhen Mengen bereitet und den Winter über zu den Mahlzeiten verspeist.

Foto 05.04.15 17 22 24Ich finde, es schmeckt köstlich – Und je nach Geschmack, kann man ja auch die Schärfe dosieren. Aber SCHARF sollte es Foto 03.04.15 13 01 27dann doch schon sein! GANZ traditionell wird der Kohl längs geviertelt und die Blätter mit Salz eingerieben. Ich finde eine Lagerung so etwas schwierig (das wird dann gern in Plastiktüten gemacht, was ich aber wegen der Weichmacher nicht wollte). Also habe ich den Kohl direkt in mundgerechte Stücke geschnitten, bevor ich ihn eingesalzen habe.

Die Zubereitung selbst ist supereinfach und schnell und erfolgt in 2 Etappen.

  1. Salzen und 2 Tage lagern
  2. Mit Sud vermischen und (mindestens) 2 Tage lagern

Danach ist das Kimchi verzehrbar und sehr lange haltbar. Es wird mit der Zeit halt immer saurer wegen des Umbaus von Zucker in Säure. Hier muss man gucken, wie lange man das mag. Meiner ist nun 6 Tage alt und noch nicht wirklich doll sauer … Aber SCHARF!

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Immer wieder kräftig runterdrücken

Foto 01.04.15 16 18 45Den Kohl schneide ich halt in Mundhappen und lege ihn in einzelnen Lagen Kohl/Salz/Kohl/Salz in eine Tupperschüssel. Diese muss so klein sein, dass der Kohl geradeso hineingequetscht werden kann. Oder man muss oben etwas zum Beschweren auf den Kohl legen, wenn man ihn z. B. in einer Schüssel einlegen möchte. Nach 3 Tagen in Salz eingelegt hat sich das Volumen um etwas 1/3 verringert. Den Sud mache ich vorsichtshalber mit meinem Pürierstab, da ich die scharfe Masse nicht in meinem Mixer haben möchte

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Fertig! Dann oben noch eine Ladung Salz drauf!

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Nach 3 Tagen völlig zusammengeschrumpft

Ich esse das Kimchi zu jedem mehr oder minder passendem Essen. Neulich war mein Blattsalat voll mit Fliegen und ich musste ihn entsorgen und da ich etwas Frisches zu meinem Risotto wollte, habe ich Kimchi dazu gegessen. Passt!! Ist halt eine Geschmacksfrage. Zu Sushi und sonstigen fernöstlichen Gerichten passt es natürlich sowieso.

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So ein kleines Häufchen bleibt über von dem großen Chinakohl

Außer der Schärfe schmeckt man den Rettich und den Ingwer deutlich durch, wie ich finde. Wenn ich die Dose öffne, strömt mir schon ein köstliches Aroma entgegen.

Kimchi wird etwas werden, was ich mir nun immer mal wieder auf Vorrat machen werde und schon bin ich darmfloratechnisch mit dem probiotischen Kohl wieder etwas besser versorgt. Zusetzen muss man die Milchsäurebakterien übrigens nicht extra!

Ich bin gespannt, ob sich da mal jemand am mein Rezept für Kimchi ranwagt 🙂

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Alles Käääse: Feta vegan & selbstgemacht!

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass mich die eigene Herstellung von veganem Käse sehr interessiert, da ich die gekauften Varianten 1. viel zu teuer finde, 2. die Inhaltsstoffe zweifelhaft finde und 3. schmecken sie mir einfach nicht!

Foto 19.03.15 18 09 09Also … SELBST ist die Frau!! Gestandenermaßen habe ich dann aber doch etwas Respekt davor, da in dem Buch „Vegane Käsespezialitäten“ von Britta Diana Petri viel mit Probiotischen Bakterien gearbeitet wird. Also … so dachte ich mir … fange ich mal mit einer harmloseren Variante an … Dem Feta aus Tofu = Veta

Ich hatte da mal von einem einfachen Rezept gelesen, fand es aber in den Unmengen an Zetteln, Büchern und gelikten Websites nicht wieder. Da war Hirnforschung angesagt und ich habe mir das Rezept selbst zusammengebastelt.

Das tolle ist 1. es ist so einfach, dass man es kaum glauben mag und 2. sooo unglaublich authentisch und lecker, dass man es noch viel weniger glaubt … Los gehts!

Auch die Zutaten sind überschaubar! Aus einem Klotz Tofu, Wasser, Salz, Olivenöl/Sonnenblumenöl und Kräutern habt Ihr in ein paar Tagen die köstlichen Fetaquadrate gezaubert. Das einzige, was eben lange dauert ist die Einweichzeit. Lange dafür Foto 21.03.15 11 28 59in der Küche stehen müsst Ihr wirklich nicht!Foto 19.03.15 18 22 28

Ihr schneidet also einen dicken Klops festen Naturtofu quer in 3 Scheiben. (Ich habe es mit nur einer Scheibe gemacht, da ich es ja erst testen wollte!). Nun nehmt Ihr eine verschließbare Dose, wo die drei Tofuscheiben übereinander hineinpassen. Diese Dose füllt ihr zu 2/3 mit Wasser und dem Salz (No panic, die Lake muss schon SEHR salzig schmecken!). Da hinein legt Ihr nacheinander die drei Tofuscheiben. Deckel drauf und ab in den Kühlschrank damit für 3 Tage. Jeden Tag 1x vorsichtig schütteln. Das Foto 21.03.15 11 31 24Wasser wird nun abgegossen, der Tofu etwas trockengetupft, in kleine Würfel geschnitten und mit den Kräutern bestreut. Das wird mit den Ölen übergossen und nochmal 2 Tage verschlossen im Kühlschrank gelagert (Auch hier 1x pro Tag schütteln) Das war es schon! Fragen tu ich mich allerdings, was ich mit dem ganzen tollen Öl mache … Na, ich denke, das kommt mal in eine Tomatensauce oder so … Oder ich lege darin noch einmal eine neue Charge Veta ein 😉

Also ICH finde, die kommen dem „Original“ sehr nah und schmecken voll gut! Mit dem Salz kann man spielen und den Kräutern natürlich auch! Selbst „meinen“ Großen konnte ich davon überzeugen (er mag allerdings keinen Schafkäse … *kicher*).

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Sieht nicht nur gut aus … Schmeckt auch so!

Ich freue mich, wenn Ihr es mal ausprobiert!… Gerade, wenn nun irgendwann mal essbare Tomaten und Gurken kommen, kann ich mir das gut in einem griechischen Salat vorstellen (hier die Vetastückchen vielelicht drüberbröseln!?). Auch als Anitpasti finde ich sie geeignet, da man sie nicht irgendwo einrühren muss, damit sie schmecken. Ich mag sie auch PUR!

Hier gehts zum Rezept vom leckeren Veta

So, das war mein erster Käseversuch … Gleich geglückt ❤ … Freu, freu!!! Weiter gehts dann bald mit einer ebenso einfachen Variante … Dem Pizzakäse! Danach wage ich mich dann mal an die Probiotika ran … Die kommen aber morgen erstmal als „Thema“ in meinem „echten“ Ernährungskurs hier in Kaltenkirchen dran … Da geht’s dann nämlich um die Darmflora und -fauna ( 😉 ), Pro- und Präbiotika und solchen Sachen … Es wird also nienicht langweilig und als Skript gibts das dann morgen Abend auch …

Tschüüühüüüüsss 🙂