Penne all’arrabbiata – Ein Originalrezept aus den Abbruzzen

Foto 30.10.15 15 00 46Noch den scharfen Abgang im Rachen spürend, schreibe ich Euch diesen Post … Gut, das Glas Rotwein, welches nun bereits leer neben mir steht, hat da sehr gute Dienste geleistet. Nun ist aber erstmal Schluss mit Rotwein, gehts nachher doch noch zum Yoga!

Nachdem ich Euch letztens mit meinem gefüllten Hokkaidoschiffchen so ein Schickimickirezept gepostet hatte, dachte ich, heute wäre es mal wieder an der Zeit für ein sehr puristisches Gericht … Es ist sogar SO puristisch, dass ich es nichtmals veganisieren musste … Und DAS will mal was heißen!

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‚Och, Penne all’arrabbiata‘, wird sich da so mancher denken … Das kann man doch auch ohne Rezept! Echt? War ich eben noch im Internet etwas nach Rezepten stöbern, habe ich Foto 30.10.15 15 01 59Zutaten hierzu entdeckt, welche mich absolut zweifeln ließen. Hier fanden sich Zutaten, wie Sahne, Speck, Zwiebeln, Zucker/Honig – Aber auch die doch sooo schön italienisch Tönenden, wie Oregano und Basilikum … Aber nix da! Finger weg!

Was unterscheidet nun all’arrabbiata von einer scharfen Tomatensauce? Was macht es aus?

  • Die wenigen Zutaten: gehackte Tomaten, Salz, Olivenöl, Chilli, Knoblauch, Petersilie
  • Penne und Sauce werden vor dem Servieren in einem Topf vermengt
  • Die kurz vor ‚al dente‘ gekochten Penne, da sie quasi in der Sauce weiter garen
  • … Also purer Purismus (…schöner Pleonasmus)

Foto 30.10.15 15 00 37Dieses Rezept ist so einfach aber SO gut, dass es also unbedingt mit auf meine Rezepteliste musste und so wage ich mal das Experiment an einem Freitag Nachmittag, auch wenn ich mir damit vielleicht meine Mediadaten für diese Woche verhagel 😉

Ein italienisches Restaurant teste ich gern an der all’arrabiata. Kommt weiche Pasta auf den Teller oder Pasta mit ‚Sauce on top‘ oder mit Basilikum, kann es nie zu MEINEM Italiener werden. Ein Risottotest wage ich schon gar nicht erst im Restaurant und ess mein geliebtes Risotto lieber zu Hause

Eigentlich ist Pasta eine der viiiielen Vorspeisen in Italien, da Veganer aber immer etwas zu kurz kommen bei italienischen Foto 14.04.15 14 36 16Hauptgerichten, ist mein Rezept für eine Hauptspeise berechnet! Vorweg sollte es da aber vielleicht noch ein paar selbstgemachte Antipasti, wie Foto 12.11.14 15 36 16Mozzarella Carprese oder Melanzane geben!? Leider bin ich bis dato weder zu einem Tiramisu noch zu der lang angekündigten Crème Brulée gekommen. Also müsst Ihr Euch das Rezept entweder bei MuMa’s Kitchen das Tiramisurezept testen oder einfach einen Espresso zum Nachtisch trinken 😉 … So kurz vor dem kalorienreichen Advent vielleicht gar keine schlechte Idee, oder!?

Na, nun hat sicher das Lesen meines Beitrages länger gedauert als die Zubereitung des Rezeptes in Anspruch nehmen wird … Sorry ….

Hier geht es zum Rezept der Penne all’arrabbiata als pdf-Datei

… Also denk dran …. Rezept beachten … Alles anderen sind ‚Nudeln mit Sauce‘ 😉

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Kimchi – michsauer vergorenes Gemüse aus Korea

Fröhliche Ostern allerseits!Foto 05.04.15 17 25 34

Nach einem köstlichen Brunch im sonnigen Hamburg, einem Osterspaziergang in der Sonne und einer ausgiebigen Siesta verspüre ich gerade Lust auf einen neuen Post!

KIMCHI – Scharf/würzig milchsauer vergorener Chinakohl

Milchsauer vergorenes Gemüse entsteht durch die Umwandlung Zucker in Säure durch die in den Gemüsen enthaltenen Bakterien. Hierdurch steigt der Gehalt an Nährstoffen, Enzymen, Vitaminen. Das Pendant in Deutschland wäre Sauerkraut!

kimchischrankFoto 01.04.15 16 09 21Bei Kimchi handelt es sich – und wie kann es nach den ganzen Verdauungs- und Darmfloraposts anders sein – um milchsauervergorenes Gemüse, welches in Korea zu jeder Gelegenheit verputzt wird und ein sehr traditionelles Rezept ist – wobei fast jede Region ihr eigenes traditionelles Kimchi Rezept hat. Aufbewahrt wurde es früher in Tongefäßen. Heutzutage wird es tatsächlich in speziellen „Kimchi Kühlschränken“ gelagert.

Ursprünglich ist der Sud, in dem das Gemüse (hier kennt man hauptsächlich den eingelegten Chinakohl) eingelegt wird, mit einer Fischsauce. Ich habe das Rezept natürlich veganisiert. Kimchi ist auch eigentlich nur eine Zubereitungsart und nicht das Gericht ansich. JEDES Gemüse kann (und wird in Korea) zu Kimchi gemacht werden. Mit den Vitaminen vom Kimchi kamen die Koreaner durch den Winter. Es wurde im Herbst in rauhen Mengen bereitet und den Winter über zu den Mahlzeiten verspeist.

Foto 05.04.15 17 22 24Ich finde, es schmeckt köstlich – Und je nach Geschmack, kann man ja auch die Schärfe dosieren. Aber SCHARF sollte es Foto 03.04.15 13 01 27dann doch schon sein! GANZ traditionell wird der Kohl längs geviertelt und die Blätter mit Salz eingerieben. Ich finde eine Lagerung so etwas schwierig (das wird dann gern in Plastiktüten gemacht, was ich aber wegen der Weichmacher nicht wollte). Also habe ich den Kohl direkt in mundgerechte Stücke geschnitten, bevor ich ihn eingesalzen habe.

Die Zubereitung selbst ist supereinfach und schnell und erfolgt in 2 Etappen.

  1. Salzen und 2 Tage lagern
  2. Mit Sud vermischen und (mindestens) 2 Tage lagern

Danach ist das Kimchi verzehrbar und sehr lange haltbar. Es wird mit der Zeit halt immer saurer wegen des Umbaus von Zucker in Säure. Hier muss man gucken, wie lange man das mag. Meiner ist nun 6 Tage alt und noch nicht wirklich doll sauer … Aber SCHARF!

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Immer wieder kräftig runterdrücken

Foto 01.04.15 16 18 45Den Kohl schneide ich halt in Mundhappen und lege ihn in einzelnen Lagen Kohl/Salz/Kohl/Salz in eine Tupperschüssel. Diese muss so klein sein, dass der Kohl geradeso hineingequetscht werden kann. Oder man muss oben etwas zum Beschweren auf den Kohl legen, wenn man ihn z. B. in einer Schüssel einlegen möchte. Nach 3 Tagen in Salz eingelegt hat sich das Volumen um etwas 1/3 verringert. Den Sud mache ich vorsichtshalber mit meinem Pürierstab, da ich die scharfe Masse nicht in meinem Mixer haben möchte

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Fertig! Dann oben noch eine Ladung Salz drauf!

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Nach 3 Tagen völlig zusammengeschrumpft

Ich esse das Kimchi zu jedem mehr oder minder passendem Essen. Neulich war mein Blattsalat voll mit Fliegen und ich musste ihn entsorgen und da ich etwas Frisches zu meinem Risotto wollte, habe ich Kimchi dazu gegessen. Passt!! Ist halt eine Geschmacksfrage. Zu Sushi und sonstigen fernöstlichen Gerichten passt es natürlich sowieso.

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So ein kleines Häufchen bleibt über von dem großen Chinakohl

Außer der Schärfe schmeckt man den Rettich und den Ingwer deutlich durch, wie ich finde. Wenn ich die Dose öffne, strömt mir schon ein köstliches Aroma entgegen.

Kimchi wird etwas werden, was ich mir nun immer mal wieder auf Vorrat machen werde und schon bin ich darmfloratechnisch mit dem probiotischen Kohl wieder etwas besser versorgt. Zusetzen muss man die Milchsäurebakterien übrigens nicht extra!

Ich bin gespannt, ob sich da mal jemand am mein Rezept für Kimchi ranwagt 🙂

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