Spielabbruch durch Schwarmwissen!

Tja … WO soll ich anfangen?

Ich mach’s mal reeelativ kurz:

Wasserfloh

Die Gewinnspielidee fand ich prima, Ecover fand ich prima und die Fotoidee fand ich prima … Los gings also … To-tal blauäugig, wie ich im Nachhinein feststellen durfte, hatte ich doch nicht mit dem facebookschen Schwarmwissen gerechnet … Seufz!

Bereits nach wenigen Minuten Facebook kam das erste Feedback … Und DAS musste ich zweimal lesen! Es geht um …

‚Wasserflöhe als Indikator‘

Konkret geht es eben – kurz gesagt – darum, dass an Wasserflöhen sozusagen Versuche durchgeführt werden. Wer es ausführlich möchte, kann hier nachlesen:

http://www.vegan4love.info/vegan-produktanfrage-ecover/

Von ecover selbst gibt es eine, wie ich finde, gute und offene Stellungnahme. Diese könnt Ihr hier lesen.

Da ich mich in letzter Zeit also eher mit der Wasserflohthematik auseinandergesetzt habe, als mir Fotos anschauen zu können und ich – gestandenermaßen – mir schlussendlich keine wirklich schlüssige eigene Meinung hierzu bilden kann, habe ich beschlossen, das Gewinnspiel abzubrechen und zu beenden.

Ich möchte betonen, dass ich dies nicht tue, weil ich ecover jetzt ‚blöd‘ finde sondern weil es mich nachdenklich macht. WIE vegan muss man sein, um sich vegan nennen zu dürfen. Es gibt also durchaus Menschen, die sagen:

Mandeln sind nicht vegan

Waaas? Werden manche fragen!! Wieso diese Meinung kursiert, könnt Ihr hier lesen!

Was ist sagen möchte ist … Ich bin – mal wieder – ins Grübeln gekommen und da dieses Grübeln nicht beendet ist: ‚Spielabbruch‘! Mit ecover habe ich das offen kommuniziert!

Schade eigentlich … Aber dafür ist der Blog ja auch da … Reflektives, kritisches Hinterfragen und dazu gehört auch, mal ein, zwei Schritte rückwärts zu gehen!

Wie ist EURE Meinung hierzu?

 

 

 

 

 

 

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10 Gedanken zu “Spielabbruch durch Schwarmwissen!

  1. Lena Suhr (@AVeryVeganLife) schreibt:

    Ecover kommuniziert das Thema, andere Firmen, die ebenso gesetzlich dazu verpflichtet sind, die Tests durchzuführen, nicht. Durchführen müssen die Tests aber alle (!!!) Anbieter/innen. Auf Nachfrage, warum man das Thema dem Kunden nicht transparent mache, wurde mir z.B. schon mal mitgeteilt, dass man den Kunden nicht verwirren möchte und deswegen Vegan drauf schreibe, aber nicht weiter drüber rede. D.h., wenn du Waschmittel nutzen möchtest und andere Reiniger, kommst du niemals um die Versuche drumherum – sind ja gesetzlich vorgeschrieben. Die einzige Alternative wäre ggf. sich Waschmittel selbst herzustellen. Glaube, sowas geht u.a. aus Kastanien oder so?

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    • koeniginvegan schreibt:

      Hallo Lena! Danke für Deine Informationen … Ich habe seinerzeit auch recherchiert! Die Flöhe werden ja als Indikator bei Wassertests verwendet. Ich habe es so verstanden, dass es auch eine andere, kompliziertere Möglichkeit gibt, bei dem die Indikatoren eben keine Wasserflöhe sind. Ich werde da einfach nochmal bei z. B. Sonett (die haben glaube ich das vegan Siegel) nachfragen, wie sie diese Tests durchführen und dann an dieser Stelle wieder berichten!

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  2. hannah - fahrtrichtung eden schreibt:

    Interessanter Text! Ich frage mich das auch schon lange, wo die Grenze zu ziehen ist, und ob es wirklich besser ist, wie in China Menschen zur Bestäubung von Pflanzen in die Bäume zu schicken, als diesen „Arbeitseinsatz“ der Biene in Kauf zu nehmen….

    Ich habe für mich persönlich beschlossen, dass ich einfach nicht vegan lebe – ich habe kein Ende gefunden. Insbesondere, da ich in meinem Garten möglichst ökologisch arbeiten möchte, sehe ich die Natur als Kreislauf, in dem auch mit tierischen Produkten gedüngt und mit der „Arbeit“ von Kleinstlebewesen und Mikroorganismen gearbeitet wird… Das finde ich auch gut so! Nichtsdestotrotz zerstöre ich (auch wissentlich) jedesmal diesen Kreislauf, wenn ich Pflanzen ernte, die normalerweise diesem Organismus wieder durch Verrottung zugeführt werden sollten… Ich greife irgendwie überall in das Leben von Tieren ein! Und Regenwürmer sind eigentlich nun wirklich meine besten Freunde, die ich sehr zu schätzen weiß 🙂

    Ich bin deswegen mehr für einen sinnvollen und verantwortungsvollen Umgang mit dem, was die Natur einem bietet. Dann lieber nicht vegan, sondern besser einfach keine Tomaten und Himbeeren im Winter!

    Ein schwieriges Thema bleibt es trotzdem…

    Ganz liebe Grüße, Hannah

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    • koeniginvegan schreibt:

      Liebe Hannah … Danke auch Dir für Deinen Kommentar! Ich bin mittlerweile wirklich froh, meine Gedanken zu dem Thema mit Euch geteilt zu haben, denn jeder einzelne Kommentar von Euch spricht mir in irgendeiner Form aus der Seele. Ich hätte es zum Zeitpunkt des Spielabbruchs noch gar nicht so artikulieren können. Bin nun aber meiner Meinung zu dieser Thematik ein ganzes Stück näher gekommen … Ich freu mich darüber grad TOTAL … Danke Dir Hannah 😃

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  3. gabriella_spo schreibt:

    Fundamentlistische Lebensweise ist in keiner Richtung gut. Wenn „hardcore“ Veganer auf nicht Vegane Mandeln schimpfen, frage ich mich wo kommen denn die Produkte her, die nicht mit maschineller Landwirtschaft produziert werden? Kümmern Sie sich darum ob ihr Quinoa nur deshalb geerntet werden kann, weil ein unterernährtes Rind die Voraussetzungen dafür schuf?

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    • koeniginvegan schreibt:

      Tja … Und GENAU durch solche Überlegungen Bin ich schlussendlich eben NICHT zu einer klaren Meinung gekommen, habe mich zum Spielabbruch entschieden. DIESER führt jetzt zu all diesen tollen Kommentaren! Es war also die richtige Entscheidung 👍😊

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  4. Grünzeug schreibt:

    Ich finde es gut, dass du dich kritisch damit auseinandersetzt und dann auch konsequent danach handelst – das würden nicht viele so machen, glaube ich.

    Ich habe mir gerade einmal den verlinkten Bericht bzw. die Stellungnahme vom ecover und die Kommentare darunter durchgelesen und kann deine Verwirrung sehr gut nachvollziehen. Ich finde, beide Positionen sprechen für sich und haben Punkte auf ihrer Seite:
    – Ecover müsste solche Versuche nicht durchführen – andere Firmen kommen ja scheinbar auch ganz gut ohne aus (oder sie sind bisher einfach nicht öffentlich gemacht worden)
    – Andererseits: Wie ordnen wir definitiorisch Flusskrebse ein? Sie sind doch schon noch einmal etwas anderes als Kaninchen, oder? Und: ein Wiesenspaziergang tötet auch viele Insekten.

    Nachdem ich nun ein bisschen über die Sache nachgegrübelt habe, bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich die Versuche von ecover nicht unterstützenswert finde. Aus folgenden Gründen:
    1. Es gibt ganz offensichtlich Alternativen.
    2. Als Veganerin folge ich dem Grundsatz, möglichst keinem Leben wissentlich zu schaden. Und Flusskrebse leben nun einmal – sie sind Tiere, wenn auch noch so simpel gebaut. Und sie werden für das Produkt missbraucht.

    Wenn ich so darüber nachdenke, komme ich mit dieser Haltung eigentlich auch nicht an der Verweigerung von Mandeln vorbei…

    Du siehst: Du hast mich sehr zum Nachdenken angeregt. Danke für deinen tollen Post! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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    • koeniginvegan schreibt:

      Hallo! Du hast eigentlich meine Gedanken hierzu geordnet und aufgeschrieben! Vielen Dank dafür! Ja, mich hat die Situation auch sehr zum Denken angeregt … Und, wie Du auch geschrieben hast … ‚Wissentlich‘ … Ich WEIß es nun eben und das war für mich nun auch mit ausschlaggebend! Danke für Deinen tollen Kommentar 👍😊

      Gefällt 2 Personen

      • Grünzeug schreibt:

        Es freut mich, dass meine Überlegungen dir auch ein bisschen weitergeholfen haben. 🙂
        Genau das ist bei mir auch der Punkt – „wissentlich“. Wenn ich nichts von dem Leid, das in einem Produkt steckt, weiß, kann ich nicht verhindern, dass ich es nicht trotzdem konsumiere. Sobald ich aber bescheid weiß, kann ich es nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren.

        Erst gestern habe ich eine Packung Karottensaft verschenkt, weil Honig enthalten war. Das wusste ich nicht und hatte schon fast den ersten Schluck im Mund, als ich die Zutatenliste studiert habe (der Saft stand schon…eine ganze Weile im Küchenregal). Da gibt es dann bei mir kein Zögern: Weg damit. Am besten natürlich nicht in den Ausguss, sondern zu jemandem, der ihn trotzdem verwertet. Und nächstes Mal das neu gewonnene Wissen beim Einkauf anwenden. 🙂

        Liebe Grüße!
        Jenni

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