Franzbrötchen … Typisch Hamburg!

Moin!

Riecht Ihr das??? Es duftet sooo köstlich nach Hefeteig und Zimt … Herrlich!! Um Euch etwas in Stimmung zu bringen, während Ihr diesen typisch Hamburger Post lest, habe ich hier mal einen Klassiker für Euch, den Ihr nebenbei hören könnt … Yuchuuu … 😀

Zugegeben, so ganz „mal eben“ sind Franzbrötchen nicht zu machen aber, wie es scheint (duftet), lohnt sich der Aufwand allemal! Heute habe ich ein Testbacken für einen Gastblog, den ich Anfang April schreiben darf, gemacht. Eigentlich wollte ich ja die neue vegane Modezeitschrift „noveaux“ beim Tee lesen, doch mein Kleiner und ich hatten einfach soo Bock auf Franzbrötchen.

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Franzbrötchen sind wat für echte Leckertehns

Alle „nicht-Hamburger“ wissen vielleicht gar nicht wovon ich spreche!? Franzbrötchen sind ein ziemlich fettiges Hefegebäck mit viiiiel Zimt und Zucker, der – wenn man Glück hat – beim Backen mit der Butter etwas herausläuft – etwas karamellisiert. Vorweggenommen: Bei mir ist genau das heute geglückt ❤ … Typischerweise isst man es zum Frühstück (da hat man seine Kalorien für den Tag auch schon weg und kann sich getrost um Wichtigeres kümmern 😉 ). In den Hamburger Vegan Foren bei Facebook gibts immer und immer wieder Freudesmeldungen, wenn jemand vegane Franzbrötchen, die ihren Namen auch verdienen, entdeckt hat. Denn … und das könnt Ihr einer Hamburgerin der 5. Generation wahrlich glauben … Das meiste was als Franzbrötchen angeboten wird gleicht einer herben Blasphemie

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… und keen beten wat für Kalorienteller!

Aber zurück zu den köstlichen Stücken ihrer Art! Ein gutes Franzbrötchen ist mit viel Margarine gemacht um das der Teig immer wieder eingeschlagen und ausgerollt wird. Eine nicht ganz einfache Arbeit, da die Margarine (speziell, wenn sie zu warm ist) an allen Seiten rausquillt. Hier ist schon die berühmt berüchtigte hanseatische Gewissenhaftigkeit gefragt 😉 .Es ist so ein wenig wie Oregami an der Waterkant … Falten, falten, falten. OK, Zimt muss man definitiv mögen, sonst kann man hier gleich weiterblättern … Innen müssen die Franzbrötchen noch etwas „klitschig“ sein. Nichts ist schlimmer als furztrockene Franzbrötchen. Außen etwas knusprig, Innen SEHR-süß und klitschig, am Rand karamellisiert … Da muss ich doch gleich mal gucken, ob es bei Wikipedia schon einen Franzbrötcheneintrag gibt  … Wartet … Ach … Es gibt sogar eine RICHTIGE Franzbrötchenseite , die muss ich hier natürlich auch gleich verlinken … Aber eigentlich wollte ich ja zu Wiki … Aaaahhh …. siehst Du … Auch Wikipedia hat sich ihrer schon angenommen! Alles ist gut ..

Genug geredet … Wie werden Sie gemacht?? Ich habe mich entschieden, DAS mit vielen Fotos zu untermalen, da es sonst „in die Büx“ geht 😉

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Und af dorünner mit’n Rand

Foto 20.03.15 16 43 48Zunächst einmal müsst Ihr den Hefeteig etwa 25×30 cm ausrollen. Ich empfehle, generell auf einem Backpapier zu arbeiten (Ihr braucht davon im Laufe der Fertigung dann zwar einige aber habt deutlich weniger Saukram in der Küche!). Nun eine Teighälfte mit sehr kalter Alsan Margarine belegen. Bitte nicht an dieser sparen, auch wenn es echt heftig fettig aussieht! Nun, legt Ihr die rechte Seite über die linke und drückt die Ränder fest zusammen (wie beim Tortellini oder Maultaschen machen). Diesen Rand schiebt Ihr dann UNTER den Teig. Soll ja alles Foto 20.03.15 16 48 22gut sitzen 😉

Diesen Teigflagen rollt Ihr dann VORSICHTIG auf Backpapiergröße aus. Dabei wird es passieren, dass die Alsan an der ein oder anderen Stelle herausgedrückt kommt aber das lässt sich  nicht vermeiden und ist auch nicht schlimm! Wenn Ihr das soweit ausgerollt habt, klappt Ihr das rechte Viertel bis zur Hälfte ein und legt die linke Hälfte darüber (na, seid Ihr noch bei mir??).

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Un nu …

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… geiht dat …

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… los mit de …

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… kniffen

Dieses Faltwerk packt Ihr dann mit dem Backpapier grob ein und legt es für mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank.

(Wahrscheinlich geht es auch über Nacht, wenn man Franzbrötchen zum Frühstück essen möchte … Habe ich aber noch  nicht getestet!)

Dann legt Ihr das Faltenwerk wieder längs auf das (oder ein Neues) Backpapier, rollt es zu beiden Seiten hin aus und schneidet es zur Hälfte durch (sonst wird die Rolle zu lang …). Das eine Teil legt Ihr dann erstmal in den Kühlschrank, da sich warmer Teig sehr schlecht (durch die Margarine) verarbeiten lässt.

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Sucker-Kaneel-Kuddelmuddel

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Pitschnatt kann de Deeg woll sien

Diese Teigplatte rollt Ihr nun auf etwa 20x40cm aus. Wenn der Teig ausschmiert, das Stück einfach wieder auf die Teigplatte falten (Franzbrötchen wollen gefaltet werden!!), bis Ihr ein einigermaßen rechteckiges Stück habt. Hierauf gebt Ihr nun etwa die Hälfte der Flüssigkeit und streut die Zimt/Zuckermischung drüber. Auch hier nicht sparen. Es sieht wirklich SEHR viel aus aber SO-MUSS-ES-SEIN

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Op’n SuckerKaneelKuddelmuddel darfst nich den Dumen op hebben

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Dat wird en echter Snoopkraam

Von der Längsseite her rollt Ihr den Teig zu einer flachen Rolle. Zum Schluss sollte der Falz unten liegen und Ihr drückt die Rolle noch etwas flach. Nun schneidet Ihr die Rolle in etwa 4cm breite Streifen und drückt mit einem Kochlöffel entlang der Schnittsstelle in die Mitte eine Delle. Es ist ideal, wenn die Seiten sich dadurch etwas rausdrücken und womöglich der Zimtzuckersaft herausläuft. Genauso verfahrt Ihr mit dem 2. Teigstück. Insgesamt werden es etwa 12-15 Franzbrötchen, die Ihr mit etwas Abstand auf das Blech legt zum Backen.

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Veel lütter Snabbelkraam

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Un ümmer middenmang mit’n Sleef

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Bruun un Außen krosch …

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So söllen se utkieken un nich anners!!

Am allerallerallerbesten schmecken Franzbrötchen sehr warm! Bauchweh garantiert aber das gehört dazu :D. Aufbewahren solltet Ihr sie unter Folie, damit sie weich bleiben.

So, nun bin ich gespannt, ob sich DA mal jemand dranwagt! Ich denke, am Abend vorbereitet, sollte es nicht mehr viele Arbeit sein bis zum Frühstück … Und bei DEM Duft, der aus der Küche kommt, sitzt die Familie auch sicher erwartungsfroh am Küchentisch, wenn die dampfenden Franzbrötchen aus dem Ofen kommen!

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Un jetzt wird allens vertehrt mit Kopp un Steert

Dann gibt jetzt hier endlich auch das Rezept für die Franzbrötchen

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17 Gedanken zu “Franzbrötchen … Typisch Hamburg!

  1. Karen schreibt:

    Juhu! Nachdem ich gestern Megafrust geschoben habe, weil mein Osterlamm komplett mißglückt ist, habe ich mich heute mit Sohnemanns tatkräftiger Unterstützung an die Franzbrötchen herangewagt. Irgendetwas Veganes muss ja morgen auf dem Familien-Oster-Kaffeetisch stehen! Zimtig veranlagt sind wir alle 🙂
    Und was soll ich sagen: Hammerlecker! Dank deiner bebilderten Beschreibung hat alles gut geklappt 😉
    Die werden morgen Augen machen – ha!
    In diesem Sinne – frohe Ostern!

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  2. Iris schreibt:

    Also ich habe Ohnsorg Theater immer selbst geguckt, als Kind. Mit den Eltern. Ich fand´s immer voll zum Piepen. BIN ICH SCHON SOOO ALT???
    Die Franzbrötchen – werden wir definitiv probieren / selbst machen. Das wird ein fest 🙂 (Ich habe jetzt mit dem Tee – Saft Fasten begonnen, deshalb locken mich die Brötchen gerade umso mehr… LECHZ! )

    Gefällt 1 Person

  3. Petra Barbett schreibt:

    Danke für Heidi Kabel und das Lied, als kind hab ich das meiner Oma geschenkt, die lange in Hamburg gelebt hat. Und ich bin auch in Hamburg geboren war leider nur nicht allzu lang da, aber Kindheitserinnerungen hat es geweckt. Und das Rezept wird auf alle Fälle umgesetzt.

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